DJ TATANA
feierte ihren 50. Geburtstag im Entra in Rapperswil.
Volley Toggenburg blickt auf eine über 50-jährige Vereinsgeschichte zurück und verbindet ambitionierten Leistungssport mit engagierter Nachwuchsförderung. Neben dem Ligaerhalt der ersten Mannschaft beschäftigt den Verein zunehmend der Mangel an Hallenkapazitäten in der Region.
Region Vor gut 50 Jahren ist Volley Toggenburg aus dem Kantonsschul-Sportverein entstanden, damals noch unter dem Namen KSV Volleyball. Heute hat der Verein eine grosse Nachwuchsabteilung und eine erste Mannschaft in der höchsten nationalen Liga. Schon früh gab es im Toggenburg Bestrebungen, die besten Spielerinnen der Region in einem Team zusammenzuführen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Vereinen zu stärken. Aus der Fusion mit Voleka Ebnat-Kappel entstand Volley Toggenburg. Die beiden Vereine behielten dabei eine gewisse Eigenständigkeit. Gleichzeitig erhielten die besten Spielerinnen die Möglichkeit, unter dem gemeinsamen Namen das stärkste Team zu bilden. Trotzdem unterscheidet sich Volley Toggenburg von anderen NLA-Clubs: «Wir sind ein kleiner, familiärer Verein, der über eine lange Tradition verfügt», sagt Dominik Joos vom Sponsoring Volley Toggenburg. Das Angebot reiche von den Kleinsten bis zu ambitionierten Leistungssportlerinnen. Die Nähe zur Sportkanti und zum Berufsschulzentrum, die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Trainingsstandorte bieten günstige Voraussetzungen für junge Leute, die während ihrer Ausbildung Leistungssport betreiben möchten. Entsprechend weit reicht das Einzugsgebiet des Vereins über das Toggenburg hinaus.
Die Nachwuchsarbeit gehört für Volley Toggenburg zur Vereinsidentität. Der Club investiere viel Zeit und Geld in die professionelle Betreuung der jungen Spielerinnen. «Ziel ist es, ihnen möglichst alle Karrierestufen zu eröffnen und sie schrittweise an den Leistungssport und das höchste nationale Niveau heranzuführen», so Joos. Die erste Mannschaft in der Nationalliga A ist dabei ein wichtiger Bestandteil dieses Weges. Für die laufende Saison hat sich das neu formierte Team bescheidene, aber klare Ziele gesetzt: Der Ligaerhalt soll gesichert werden. Wenn möglich, wollen sich die Toggenburgerinnen zudem für den achten und letzten Playoff-Platz qualifizieren. Wie anspruchsvoll die Aufgabe ist, zeigte sich beim Saisonauftakt gegen den Titelaspiranten VC Kanti Schaffhausen. Die Toggenburgerinnen mussten sich auswärts mit 0:3 geschlagen geben. Zwar gelang es ihnen nicht, einen Satz zu gewinnen, phasenweise konnten sie aber zeigen, wozu sie fähig sind. Im zweiten, heiss umkämpften Spiel am letzten Sonntag konnte Toggenburg trotz mehrfacher Satzführung gegen Liganeuling Aarau nicht punkten und ging am Ende leer aus. In der höchsten Liga zu spielen, bedeutet jedoch auch einen grossen Aufwand. Neben den finanziellen Mitteln braucht es zahlreiche Helferinnen und Helfer, um die Heimspiele und den Vereinsalltag zu organisieren. Im Kern engagieren sich derzeit rund zehn Personen für die unterschiedlichen Aufgaben. Bei den Heimspielen kommen weitere Freiwillige hinzu, darunter Mitglieder der Männerriege. «Wir suchen immer wieder interessierte jüngere Menschen, die sich in der Zukunft für den Verein engagieren möchten», sagt Joos.
Eine grosse Herausforderung ist aktuell die Hallenkapazität in der Region. Joos zeigt sich besorgt: «Die Situation wird sich mit dem Wegfall der alten Kantihalle in Wattwil und den neuen Stundenplänen spätestens im Sommer 2027 weiter verschärfen.» Im Moment wisse man noch nicht, wie man hier für alle Kinder eine Lösung finden könne. Volley Toggenburg hofft deshalb, dass sich die Gemeinde und der Kanton in diesem Belangen zusammenfinden und die Nutzung der kantonalen Infrastruktur regeln. Denn auf die Vereine sollten nicht noch weitere finanzielle Belastungen dazukommen.
Shannon Senn
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