Werner Knaus
freut sich als Co-OK-Präsident des Bergrennens Hemberg auf die 13. Ausgabe.
Raymond Gatter unterstützt bei ROKJ benachteiligte Kinder und Jugendliche.
Raimond Gatter ist Mitglied des Vereins Rokj Linth-Obersee-Einsiedeln. Dieser fördert die Integration von sozial oder wirtschaftlich benachteiligten Kindern und Jugendlichen in seinen Clubgebieten. Weitere Informationen unter www.rokj.ch.
Raimond Gatter, erklären Sie kurz in eigenen Worten: Worum geht es bei Rotary für Kinder und Jugendliche (Rokj)?
Rokj unterstützt Kinder und Jugendliche aus weniger privilegierten Familien, damit sie sich entwickeln und gesellschaftlich integrieren können. Wir helfen dann, wenn Betroffene von anderen öffentlichen oder privaten Institutionen keine Unterstützung erhalten. Beispielsweise ermöglichen wir ihnen die Teilnahme an Schulreisen, die Mitgliedschaft im Sportverein oder die musikalische Ausbildung.
Was treibt sie persönlich an, sich für Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Familien zu engagieren?
Mein Idealismus und meine humanistischen Werte. Ich sehe es als Möglichkeit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Wir brauchen ein Miteinander statt Egoismus. Schliesslich sind Kinder und Jugendliche unsere Zukunft. Gibt es etwas Schöneres, als hier ein wenig beitragen zu dürfen?
Aber Armut ist bei Kindern oft unsichtbar. Wie kann die Gesellschaft sensibler für dieses Thema werden?
Das ist leider so, viele leben in einer Wohlstandsblase. Deshalb: Lassen Sie uns offener über Kinderarmut sprechen. Das Thema ist viel zu sehr mit Scham behaftet. Wir müssen lernen, genauer hinzuschauen, miteinander zu reden und viel öfter fragen: «Wie geht es dir wirklich?» Hilfsangebote, wie das von Rokj, müssen bekannter werden. Denn auch ehrenamtliches Engagement verschafft Kontakt zu Betroffenen.
Und was unterscheidet Rokj von staatlichen Unterstützungsangeboten?
Staatliche Unterstützung deckt bei bedürftigen Familien meist nur das Minimum ab. Für die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen am Gemeinschaftsleben fehlen ihnen daher oft die Mittel. Hier springen wir, nach einer Beurteilung der Situation, schnell und unbürokratisch ein. Dabei arbeiten wir auch eng mit den Sozialämtern zusammen.
Am 9. Mai organisieren Sie einen Erlebnistag im Zirkus Mugg.
Genau. Dann können 75 Kinder und Jugendliche aus den Regionen Einsiedeln, Oberer Zürichsee, Linthebene und Glarus in die Zirkuswelt eintauchen und unter Anleitung sogar selbst aktiv werden. Wir finanzieren und organisieren dabei den Transport und die Betreuung. Solche Erlebnisse machen den Kindern Mut, stärken das Selbstvertrauen und geben Impulse. Wenn wir am Abend glückliche Kinder zurückbringen, dann sind auch wir glücklich.
Und welche Ziele hat Rokj für die nächsten Jahre?
Wir wollen unser Netzwerk über die ganze Schweiz ausbauen, ein paar Regionen fehlen noch. Dann wollen wir uns viel stärker mit den Sozialämtern, Vereinen, Schulen und gemeinnützigen Organisationen vernetzen, auch wenn hier der Datenschutz manchmal eine Herausforderung ist. Unser grösstes Ziel ist es jedoch, kein Kind im Abseits zu lassen. Da gibt es noch viel zu tun.
Zum Schluss: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welcher wäre das?
Dass alle Kinder und Jugendliche eine faire Chance haben, sich zu entwickeln und eine gute Zukunft aufzubauen.
⋌Shannon Senn
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