Urs Britt
aus Wattwil hofft, bald mehr Hirsch-Stiere schiessen zu dürfen.
Daniel Egli hat mit seiner Toggenburg Distillery beim "Battle of Taste 2026" in der Kategorie "Bestes Genusserlebnis" gewonnen. shs
Daniel Egli ist Geschäftsführer und Brenner bei der Toggenburg Distillery in Neu St. Johann. Wer einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, kann am 22. November beim Tag der offenen Tür dabei sein und live miterleben, wie Whiskey gebrannt wird. Weitere Informationen zur Toggenburg Distillery unter: www.toggenburg-distillery.ch.
Daniel Egli, Sie haben dieses Jahr mit Ihrer Toggenburg Distillery beim «Battle of Taste 2026» in der Kategorie «Bestes Genusserlebnis» gewonnen. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?
Diese Auszeichnung bedeutet uns unglaublich viel. Besonders schön ist, dass es ein Publikumskvoting war. Das zeigt uns, dass wir in den letzten Jahren eine tolle Community aufgebaut haben, die hinter uns steht und unsere Leidenschaft teilt. Dafür sind wir unglaublich dankbar. Und dann in der Säuli Arena an der OLMA vor so vielen Menschen zu stehen und diesen Preis entgegenzunehmen, war ein einmaliges Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Was macht für Sie ein perfektes Genusserlebnis aus?
Das ist eine gute Frage. Nur schon das Wort Erlebnis sollte etwas Besonderes unterstreichen. Es sollte etwas sein, das man nicht mehr vergisst. Etwas, worüber man auch später noch nachdenkt und weitererzählt. Das ist für mich ein echtes Erlebnis. Und das versuchen wir auch unserer Kundschaft zu bieten.
Wie äussert sich das konkret?
Ich stelle den Kunden nicht nur drei oder vier Schnäpse hin. Wir erklären alles, zeigen unsere Arbeit, füllen die Flaschen ab und gehen auf die Gruppen ein. Vielleicht machen wir noch den einen oder anderen Witz. Und bei Personen, die Freude an der Technik haben, gehen wir gerne etwas mehr ins Detail.
Und wie sieht es mit dem perfekten Geschmackserlebnis aus, beispielsweise bei einem Likör?
Für mich geht es vor allem darum, Neues zu entdecken. Wenn jemand einen unserer Liköre probiert und sagt: ‹Wow, das hatte ich so noch nie! ›, dann haben wir vieles richtig gemacht. Genau diese Überraschungsmomente machen für mich den Reiz aus.
Wie kommen Sie auf Ihre Ideen in der Schnapsbrennerei?
Unser neustes Produkt Elly ist beispielsweise gemeinsam mit unserer Community in den sozialen Medien entstanden. Das finde ich besonders schön, da unsere Kundinnen und Kunden so selbst Teil unserer Geschichte werden. Bei dem vorherigen Produkt NOSS & BIRE war der Samichlaus Spruch: «Gib mer Nuss und Beere» der Auslöser. Die Ideen entstehen also nicht unbedingt dadurch, dass wir abends zu Hause sitzen und über ein neues
Produkt philosophieren. Vielmehr ist es ein kreativer Prozess, bei dem Ideen einfach entstehen.
Gibt es schon Pläne für die Olma 2027?
Konkrete Pläne haben wir noch nicht. Bei uns entstehen neue Produkte oft spontan aus einer guten Idee heraus. Wir möchten auch nicht jedes Jahr fünf neue Produkte lancieren. Wenn uns etwas Spannendes einfällt, gehen wir dem natürlich gerne nach. Ansonsten sind wir mit unserem bestehenden Sortiment sehr glücklich.
Carmen Beck
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