Daniel Egli
hat mit seiner Toggenburg Distillery beim "Battle of Taste 2026" gewonnen.
1758 Läuferinnen und Läufer machten den Schlosslauf 2026 am 18. Oktober in Rapperswil zum Rekordanlass. Der STV Eschenbach stellte mit 42 Teilnehmenden das grösste Vereinsfeld. Präsidentin Jasmin Oberholzer erzählt, was den Verein sportlich auszeichnet und warum Gemeinschaft genauso wichtig ist wie Leistung.
Eschenbach Seit der Einführung der Kategorie «Teamrun» im Jahr 2021 habe der Schlosslauf einen festen Platz im Jahresprogramm des STV Eschenbach, sagt Präsidentin Jasmin Oberholzer. Der «Teamrun» mit seinen zwei Teilstrecken von je 600 Metern entspreche vielen Turnerinnen und Turnern des Vereins. «Dazu kommt, dass wir den Teamgedanken lieben. Gemeinsam antreten und gemeinsam mitfiebern, das passt perfekt zu unserem Vereinsleben», sagt Oberholzer. Besonders schätze sie, dass in derselben Kategorie auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder Beeinträchtigungen mitlaufen. «Das zeigt, wie verbindend Sport sein kann.»
Nachwuchs fördern und Gemeinschaft leben
Für den «Teamrun» habe man drei Teams gezielt mit sportlichen Ambitionen zusammengestellt. Die übrigen Teams seien bewusst nicht leistungsorientiert angetreten und so liefen Jugendliche aus der Nachwuchs-Leichtathletik gemeinsam mit erfahrenen Athletinnen und Athleten aus der Aktivriege. «Das zeigt den starken Zusammenhalt in unserem Verein. Die Jüngeren erhalten die Chance, gemeinsam mit ihren Vorbildern an den Start zu gehen», so Oberholzer. Gemeinsame Anlässe wie der Schlosslauf spielten zudem eine grosse Rolle, da das eigentliche Vereinsleben nicht nur während der Trainings, sondern gerade an solchen gemeinsamen Erlebnissen stattfinden würde.
Aussergewöhnlich viele Anfragen nach den Sommerferien
Mit über 500 Mitgliedern gehört der STV Eschenbach zu den grösseren Vereinen in der Region. Das Angebot beginnt bereits beim MuVaki-Turnen für die Kleinsten und reicht bis zum Seniorenturnen. Dazu kommen Sparten wie Leichtathletik, Geräteturnen, Gymnastik, Volleyball, Nationalturnen und verschiedene polysportive Angebote. Neue Mitglieder gewinne der Verein unter anderem mit Schnupperangeboten vor den Sommerferien, bei denen Jugendliche und Kinder verschiedene Riegen kennenlernten, erzählt Oberholzer. Auch nach den Sommerferien seien aussergewöhnlich viele Anfragen eingegangen. «Offenbar spricht sich in der Schule herum, dass beim STV Eschenbach etwas läuft.» Die beste Werbung sei am Ende oft immer noch die Mund-zu-Mund-Propaganda.
Zwischen Vereinsfreude und neuen Anforderungen
Organisatorisch und finanziell sei der STV Eschenbach grundsätzlich gut aufgestellt. Dennoch spüre auch er die Entwicklungen, die viele Vereine beschäftigten. Steigende Verbandsabgaben könnten mittelfristig dazu führen, dass über die Höhe der Mitgliederbeiträge nachgedacht werden müsse. «Gleichzeitig werden die Anforderungen an die Vereinsführung immer grösser», so die Präsidentin. Themen wie Datenschutz, Ethikrichtlinien, Präventionsarbeit oder die Standards von Swiss Olympics seien wichtig, brächten aber zusätzlichen Aufwand mit sich. Die Herausforderung bestehe darin, all diese Anforderungen professionell zu erfüllen und gleichzeitig das zu bewahren, was einen Verein ausmache: «Freude am Sport, Gemeinschaft und ein unkompliziertes Miteinander.» Auch in den kommenden Monaten stehen wichtige Anlässe bevor. Am 29. Mai 2027 findet in Eschenbach der See Gaster Cup statt. Erwartet werden rund 600 Kinder und Jugendliche, die sich in der Leichtathletik und im Geräteturnen messen. Ein weiteres Highlight folgt laut Oberholzer Ende November 2027 mit der grossen Turnshow. Sie sei nicht nur ein Publikumsmagnet, sondern ein Anlass, der den Verein zusammenschweisse wie kaum ein anderer. Sie zeige eindrücklich, was einen Verein ausmache: «Gemeinsam etwas Grosses auf die Beine stellen und Menschen zu begeistern.»
Carmen Beck
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