Félix Brunschwiler
zeigt sich enttäuscht über das Nein zur Tiefgarage in Schmerikon.
In Nesslau eskaliert ein Streit über einen Birnbaum. Denn dieser wird seit Jahren immer wieder geplündert.
Nesslau «Nicht schon wieder!» Ein Anwohner etwas ausserhalb von Nesslau ärgert sich. Denn der Birnbaum in seiner Einfamilienhaus-Siedlung wurde geplündert, wie er sagt. Und das schon zum dritten Mal. Passiert ist es Mitte September. Dann, wenn die Birnen reif und schön saftig sind. Für den Besitzer steht fest: «Nein, das ist kein Lausbubenstreich.» Denn es seien alle Birnen weg – und zwar auch an Stellen weit oben, an denen es nur Erwachsene hinschaffen. Der Besitzer des Baumes nennt das «dreisten Diebstahl». Als die «Toggenburger Zeitung» vor Ort ist, baumeln tatsächlich nur noch drei einsame Birnen am Baum. Die Nachbarn wissen auch schon Bescheid. Ob es ein oder mehrere Täter waren, ist nicht bekannt. Aber: Auf den Boden sind sogar mit grüner Farbe Pfeile gesprayt. Neben dem Birnbaum dann ein Smiley. Der Besitzer glaubt nun, das sei «ein Wegweiser» für die dreisten Diebe. Gefallen lassen will er sich den Diebstahl nicht mehr. Ihm bleibe nun anscheinend nichts mehr anderes übrig, als Videoüberwachung zu installieren. «Das ist bedenklich.» Darum hat er einen Post in einer öffentlichen Facebook-Gruppe gemacht. Er hofft auf Hinweise zu den Tätern. «Für Informationen offeriere ich gerne einen guten Williams.» Trotzdem: Eine Anzeige hat er nicht erstattet, wie es bei der Kantonspolizei St.Gallen auf Anfrage heisst. Der Besitzer des Baums versucht es zum Schluss mit Humor und zwinkert: «Falls jemand Bauchschmerzen hat infolge übermässigen Birnenkonsums: Hoffentlich bleiben die Schmerzen möglichst lang.»
Nico Leuthold
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