Werner Knaus
freut sich als Co-OK-Präsident des Bergrennens Hemberg auf die 13. Ausgabe.
Am 17. Februar hat Löwin Jumina drei Jungtiere zur Welt gebracht. Die Aufzucht erfolgt seither erfolgreich im sozialen Verband mit den beiden erwachsenen Weibchen und Kater Atlas – ein bewusst gewählter, eng begleiteter Ansatz.
Die drei Jungtiere entwickeln sich sehr gut, zeigen sich zunehmend aktiv und sind nun auch regelmässig in der Aussenanlage zu beobachten. Im Rahmen der planmässigen Gesundheitsvorsorge wurden die drei jungen Löwinnen letzte Woche zum zweiten Mal tierärztlich untersucht. Dabei erhielten sie ihre zweite Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sowie zusätzlich eine Impfung gegen Tollwut. Ergänzend wurde eine Entwurmung durchgeführt. Auch die implantierten Transponder wurden kontrolliert und sind weiterhin einwandfrei lesbar. Die Gewichtskontrolle zeigte eine durchweg positive Entwicklung: Alle drei Jungtiere haben gut zugenommen und befinden sich in einem sehr guten Allgemeinzustand. Seit der letzten Untersuchung haben sich die Jungtiere deutlich weiterentwickelt und sind nicht mehr so einfach zu handhaben – mit spürbar mehr Kraft sowie zunehmend ausgeprägten Zähnen und Krallen, die bereits gezielt zur Verteidigung eingesetzt werden. Die Untersuchung wurde bewusst kurz gehalten, um den Stress für die Tiere möglichst gering zu halten und sie rasch wieder zur Mutter zurückführen zu können.
Die ersten Lebenswochen der drei Löwinnen verliefen ruhig und weitgehend störungsfrei. Jumina kümmerte sich von Beginn an aufmerksam um ihren Nachwuchs, während die zweite Löwin unterstützend im Hintergrund agierte. Der Kater blieb Teil der Gruppe und zeigte anfänglich vorsichtiges, teils noch unbeholfenes Interesse, entwickelte jedoch rasch ein ruhiges und angepasstes Verhalten. Als der Kater eines Tages alleine in der Wurfbox bei den Jungtieren angetroffen wurde, stellte dies aus Sicht der Weibchen offensichtlich eine klare Grenzverletzung dar. Nach einer heftigen Auseinandersetzung wurde das Männchen daraufhin zehn Tage lang nicht mehr in die Nähe der Jungtiere gelassen. Die beiden Weibchen bewachten den Zugang im Schichtwechsel. Danach stabilisierte sich das Sozialgefüge wieder. Die Jungtiere erweiterten Schritt für Schritt ihren Bewegungsradius, erkundeten zunächst die Innenanlage und wagten schliesslich erste Ausflüge ins Freie. Inzwischen bewegen sie sich in der gesamten Innen- und Aussenanlage, spielen intensiv miteinander und beginnen, neben der Muttermilch auch feste Nahrung aufzunehmen. Insgesamt zeigt sich die Löwengruppe derzeit sehr ausgeglichen. Die Jungtiere wachsen in einem stabilen sozialen Umfeld auf – eine wichtige Grundlage für ihre weitere Entwicklung und ein bedeutender Beitrag zur erfolgreichen Haltung und Zucht dieser faszinierenden Grosskatzen.
Bei den Löwen im Walter Zoo handelt es sich um Nördliche Löwen, eine stark bedrohte Unterart. In der Natur existieren maximal noch 2500 Tiere in kleinen Unterpopulationen. Aus dem Grossteil seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes ist er verschwunden. Keine afrikanische Unterpopulation zählt mehr als 250 Tiere. Die erfolgreiche Aufzucht ist daher von besonderer Bedeutung für die internationale Erhaltungszucht, die darauf abzielt, den Fortbestand dieser seltenen Tiere langfristig zu sichern.
Der Walter Zoo in Gossau SG ist ein wissenschaftlich geführter Zoo und beherbergt rund 1000 Tiere aus 100 verschiedenen Arten, die Botschafter für ihre wilden Artgenossen sind. Sie begeistern jährlich rund 275‘000 Besuchende für Natur- und Artenschutz-Themen und wecken Verständnis und Faszination für die Tierwelt und deren Lebensräume. Die artgerechte Pflege und das Wohlbefinden der Tiere hat oberste Priorität. Der Walter Zoo betreibt zwei Pflegestationen für einheimische Wildtiere (Wildvogelpflegestation St.Gallen und Igelpflegestation in Gossau) und übernimmt so auch für den Schutz der einheimischen Tierwelt Verantwortung. Der Zoo wurde 1961 durch Walter und Edith Pischl gegründet. Die heutige Walter Zoo AG beschäftigt über 100 Mitarbeitende.
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