Sina Ziegler
aus Kaltbrunn absolvierte ihre erste Langdistanz am Ironman Switzerland in Thun.
Bauhaus: Zeitlose Interior-Klassiker für Zuhause.
Viele stilbewusste Mieter und Eigenheimbesitzer legen Wert auf ein Zuhause, in dem aktuelle wie auch ikonische Wohntrends Platz finden. Das Bauhaus ebnete Anfang des 20. Jahrhunderts den Weg in die Moderne und hat die Wohnkultur nachhaltig geprägt. Designklassiker dieser Zeit sind auch deshalb heute noch beliebte Statements in den eigenen vier Wänden.
Mit dem Ende der 1910er Jahre begann eine neue Stilrichtung im architektonischen Design, die sogenannte Bauhaus-Ära. Der Begriff wurde vor allem durch die gleichnamige Kunstschule geprägt, die der Architekt Walter Gropius 1919 in Weimar gründete. Sie gilt als eine der einflussreichsten Bildungsstätten in den Bereichen Architektur, Kunst und Design im 20. Jahrhundert. Weitere bekannte Namen dieser Zeit sind Ludwig Mies van der Rohe sowie Le Corbusier. Eindeutige, klare Formen prägen das Bauhaus massgeblich und Minimalismus sowie geometrische Klarheit stehen in diesem Stil an erster Stelle. Form folgt Funktion, womit jedes Element einen Nutzen hat. Auf unnötige Ornamente und Schnörkel wird verzichtet.
Möbel aus Stahlrohr
grosse Glasflächen
weisse Putzfassaden
die Verwendung klassischer (Grund-)Farben
Der Bauhausstil ist vorwiegend bekannt für sein radikales Umdenken. Kunst- und Designobjekte wurden zunehmend allen Menschen zugänglich gemacht und das Design soll funktional, seriell herstellbar sowie preislich erschwinglich sein. Ein Grundgedanke der Bauhaus-Bewegung war es obendrein, Kunst, Handwerk und Architektur verschmelzen zu lassen. Die Fähigkeiten im Handwerk wurden fortan aktiv für die Herstellung von Einrichtungselementen genutzt. Viele der Designklassiker für die eigenen vier Wände sind deshalb auch heute noch gefragt.
Der Bauhausstil ist für seine Geradlinigkeit und Funktionalität bekannt. Das Design reduziert sich dementsprechend im Vergleich zur opulenten, verschnörkelten Gestaltung des 19. Jahrhunderts auf das Wesentliche. Soziale und gesellschaftliche Teilhabe stehen im Fokus, weshalb Alltagsgegenstände, Möbel und Wohnraum gleichermassen für jede soziale Schicht zugänglich sein sollen.
Klare Linien ersetzen im Bauhaus bis dahin verspielte Ornamente. Als neue Materialien dieser Zeit werden unter anderem Stahlrohr und Glas (für ein Spiel mit Lichtverhältnissen im Raum) für die Möbelproduktion eingesetzt. Jede Epoche hat ihre eigenen Designs geschaffen und geprägt. Auch das Bauhaus hat viele Möbel hinterlassen, die ihrer Zeit voraus waren und noch heute als innovativ und stilvoll gelten.
Der noch heute zeitlose Klassiker, der Freischwinger S32, ist ein einprägsames Beispiel der neuen Formensprache im Design. Durch die fehlenden Hinterbeine bekommt er durch sein federndes Stahlrohrgestell eine besondere Optik, die es so zuvor nicht gab. Dieser Designklassiker fügt sich auch heute ideal in stylische Esszimmer und Arbeitsbereiche ein. Der Wassily Chair, das weltweit erste Möbelstück aus Stahlrohr von Marcel Breuer, ist ein weiterer Klassiker der Bauhaus-Epoche. Marianne Brandt, eine der bekanntesten Bauhaus-Schülerinnen, ist vorrangig berühmt für eine Teekanne, die heute noch als prägend für den Bauhausstil gilt und Mies van der Rohe ist vorwiegend durch seinen Barcelona-Sessel berühmt geworden.
Das Ziel der Bauhaus-Ära war es auch, Möbel schneller als zuvor und somit zunehmend in Serie zu produzieren. Durch die geschickte Kombination von Kunst und Handwerk wurde eine industrielle Serienfertigung möglich. Diese führte vordergründig der Industriedesigner Peter Behrens voran. Neben Möbeln wurden auch weitere Designprodukte wie Beleuchtungskörper für die Serienproduktion entwickelt. Durch ihr zeitloses Design sind Möbelstücke und Designelemente der Bauhaus-Ära auch heute noch echte Designklassiker. Der Bauhausstil ist immer noch zeitgemäss, wenn nicht sogar so aktuell wie nie, dank seiner klaren Linien, die sich nahtlos in verschiedene Wohnräume einfügen. pd
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