Anna-Catrina Walt
übernimmt neu das Präsidentenamt des Sportvereins Wildhaus - Alt St.Johann.
Als ehemaliger Kantonsrat und Toggenburger sehe ich im Projekt Wil West eine grosse Chance für die gesamte Region – nicht nur für Wil, sondern auch für das Toggenburg. Es irritiert mich, dass einige Kreise das Projekt ablehnen, obwohl sie selbst bereits von Infrastruktur und Arbeitsplätzen profitieren. Statt Schuldzuweisungen sollten wir gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Bedenken gegen Wil West nehme ich ernst und habe sie geprüft. Komme aber zum Schluss: Das Projekt nutzt den Boden sehr verantwortungsvoll und erfüllt nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Kompensation der Fruchtfolgeflächen, sondern ergänzt diese durch freiwillige Massnahmen des Kantons St.Gallen. Es werden zusätzlich und freiwillig Fruchtfolgeflächen geschaffen. So profitieren Landwirtschaft und Region langfristig. Weiter wird in 22 Gemeinden bewusst auf neue Einzonungen verzichtet, was den Schutz wertvoller Böden und eine nachhaltige Entwicklung fördert. Auch das Toggenburg hat sich durch Investitionen in Infrastruktur und Gewerbezonen positiv entwickelt. Die Landwirtschaft konnte sich verbessern und von den Massnahmen profitieren. Diese ausgewogene Entwicklung ist ein Vorbild – und genau diesen Weg verfolgt auch Wil West. Ein zentraler Vorteil von Wil West ist die dringend benötigte Verkehrsentlastung für Wil und die umliegenden Gemeinden. Gleichzeitig wird der gesamte Wirtschaftsraum gestärkt. Ohne wirtschaftliche Entwicklung fehlen Lehrstellen, Perspektiven für junge Menschen und finanzielle Spielräume für die Gemeinden. Mit Wil West profitieren Landwirtschaft, Wirtschaft und Bevölkerung beider Kantone – besonders das Toggenburg. Ich wünsche mir eine sachliche Debatte ohne Angstkampagnen. Wil West ist eine echte Chance für unsere Region. Wer Verantwortung übernimmt, sagt Ja zu einer nachhaltigen Entwicklung. Ja zu Wil West.
Christian Spoerlé, Ebnat-Kappel
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