Cathrin Zimmermann
vom Tierheim Nesslau spricht über Tiere als Weihnachtsgeschenke.
Wer zum Skiclub Rieden gehört, spürt mehr als nur die Freude am Schneesport. Der Verein schafft es seit fast einem Jahrhundert, Generationen miteinander zu verbinden: Aus einstigen Kindern der Jugendorganisation (JO) werden heute Leiterinnen, Leiter und Vorstandsmitglieder, die den Nachwuchs mit derselben Begeisterung begleiten, mit der sie selbst gross geworden sind.
Rieden Der Skiclub Rieden lebt – auch 92 Jahre nach seiner Gründung – vom starken Miteinander. Obwohl viele Mitglieder heute weit verstreut wohnen, fühlen sie sich dem Verein und dem Dorf nach wie vor eng verbunden. «Es ist jedes Mal wie ein Nachhausekommen», sagen Dominik Büsser und Valerie Kühne. Beide sind in Rieden aufgewachsen und engagieren sich heute aktiv im Verein – Valerie als Chefin der Jugendorganisation (JO), Dominik als Präsident. «Bei uns gibt es kein Müssen – nur ein Dürfen», betonen Kühne und Büsser. Der Spass, das Zusammensein mit Freunden und das Vereinsgefühl stehen im Vordergrund, nicht der Leistungsdruck. Genau diese lockere, familiäre Atmosphäre mache den Club so einzigartig.
Das Engagement im Verein sei zwar mit Aufwand verbunden – Trainings planen, Lager organisieren, Anlässe durchführen. Doch wenn die beiden sehen, wie die Kinder an einem Trainingstag strahlen oder an einem Anlass voller Freude dabei sind, sei jegliche Mühe sofort vergessen. Da beide selbst in ihrer Kindheit die JO-Zeit im Skiclub Rieden geniessen durften, möchten sie nun etwas zurückgeben. Im Skiclub Rieden wird der Schneesport nicht nur als Sport, sondern als Erlebnis im Team vermittelt. «Wir möchten den Kindern mitgeben, was einen Verein ausmacht», erklärt Kühne. Damit sich alle wohl fühlen, bietet die JO Gruppen für alle Niveaus – von Anfängern über ambitionierte Fahrerinnen und Fahrer bis hin zu Freestyle-Fans. Dabei wird auch mit anderen Vereinen aus der Region zusammengearbeitet, damit talentierte Kinder zusätzliche Fördermöglichkeiten erhalten.
Die JO-Trainingstage finden jeweils samstags statt: Mit dem eigenen Bus geht es gemeinsam ins Skigebiet – Musik und Wunschplaylist inklusive. Auf der Piste wird trainiert, gespielt, gemeinsam gegessen und viel gelacht, bevor es wieder nach Hause geht. Das Leiterteam besteht aus jungen Riednerinnen und Riednern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Für viele Kinder ist das Lager die schönste Woche des Jahres: Sieben Tage Skifahren in einem Gebiet, das sonst nicht jeden Samstag besucht wird, mit Disco- und Spieleabend sowie täglichen Erlebnisberichten, die die Kinder in Gruppen verfassen. Für viele ist es ein erstes Abenteuer «ohne Eltern, nur mit Freunden».
Auch an Rennen wie dem Linth Cup oder dem Grand Prix Migros ist der Skiclub vertreten. Der Spass steht im Vordergrund, doch am Starttor erwacht bei allen der Ehrgeiz. Die Kinder lernen dabei viel: mit Nervosität umgehen, mit Niederlagen fertigwerden und im Team füreinander da zu sein. Am meisten Ehrgeiz zeigen aber viele beim internen Clubrennen – dort geht es um Ruhm und Ehre im eigenen Verein. Für die Zukunft wünschen sich Kühne und Büsser, dass die traditionellen Anlässe trotz Schneemangel weiterhin in Rieden stattfinden können. Und vor allem, dass sich auch künftig Jung und Alt gemeinsam für den Verein engagieren. Wichtig sei ausserdem die Unterstützung von Sponsoren: Ohne sie wären viele Events nicht umsetzbar. Wer den Skiclub Rieden besser kennenlernen möchte, hat am Tanzbodenderby am 1. März die perfekte Gelegenheit. Ob Rennläuferin, Genussfahrer oder Zuschauer – es ist für alle etwas dabei.
⋌shs
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