Tiziano Gerber
und die Band Band Beat the 18th suchen neue Mitglieder aus dem Linthgebiet.
Marco Kasper aus Giswil ist begeisterter Lego-Spieler und beruflich Kundenbetreuer bei der Südostbahn.
Seit Mitte Dezember sind die Dauerausstellungen in der Erlebniswelt Toggenburg für ein Jahr ergänzt durch die Lego- und Playmobil-Ausstellung Mini-Klötzistadt.
Lichtensteig Viele Besucherinnen und Besucher reisen mit der Südostbahn ins Toggenburg, konkret mit dem kupferfarbigen Traverso nach Wattwil oder mit dem verspielten Flirt direkt nach Lichtensteig. Diese zwei Modelle ergänzen ab sofort im Massstab 1:50 die Lego-Ausstellung, «Fahrgäste» sind herzlich willkommen. Ein Fachmann in mehrfacher Hinsicht hat die beiden Züge samt einer passenden Landschaft gestaltet: Marco Kasper aus Giswil ist begeisterter Lego-Spieler und beruflich Kundenbetreuer bei der Südostbahn. «Ich wollte meinen Arbeitsplatz nachbauen», sagt der Giswiler. Er fragte die Südostbahn wegen Bauplänen, dafür musste er zuerst einen ausführlichen Business-Plan einreichen. Die SOB hat darauf den Bau des Traversos finanziert, allerdings gab es die Vereinbarung, sie dem Bahnunternehmen für eigene Anlässe zur Verfügung zu stellen, wie 175 Jahre Schweizer Eisenbahnen und die Lancierung des «Treno Gottardo». Zusätzlich wurde noch der Flirt 3 gebaut. Die beiden Züge wurden nun bereits in Köln, Verona, Colmar und verschiedenen Lego-Ausstellungen in der Schweiz präsentiert. Marco Kaspers Können ist auch den Verantwortlichen im Verkehrshaus Luzern aufgefallen. Dort steht der Londoner Bahnhof Kings Cross (bekannt aus den Harry Potter-Filmen) oder das englische Parlamentsgebäude samt Big Ben. «Hier reden wir von weit mehr als einer Million Steine», erklärt Giswiler. Mit rund 10‘000 Steinen immer noch viel Baumaterial benötigten der Flirt und der Traverso, gebaut im Massstab von 1:50. Die Familie mit Ehefrau Marianne und den beiden erwachsenen Söhnen haben gar nichts gegen sein Hobby, ausser: «Mit der Zeit war der Esstisch für meine immer grösseren Modelle bald einmal tabu, ebenso unser Gästezimmer», lacht der Giswiler mit Davoser Wurzeln. Bleibt bei so viel Lego-Begeisterung noch Zeit für andere Hobbys? «Ja, sicher, wir gehen gerne in die Berge und ich bin Fan des HC Davos», versichert Marco Kasper. Zum Glück hat er einen grossen Hobby-Raum anmieten können. «Denn mein Nachbau des neuen Eishockey-Stadions von Davos sprengt alle Dimensionen für eine Viereinhalbzimmerwohnung», erzählt Kasper lachend. Als nächstes ist eine Zugstrecke mit dem Bahnhof Rapperswil, dem grossen SOB-Viadukt in St.Gallen, mit Mais- und Lavendelfeldern, Wäldern und diversen Bauten geplant. Die Ideen gehen einem Lego-Könner nie aus. Weitere Infos unter: www.erlebniswelttoggenburg.ch. ⋌pd
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