Félix Brunschwiler
zeigt sich enttäuscht über das Nein zur Tiefgarage in Schmerikon.
Die Sonderausstellung 2026 im Kulturlokal wurde von Jost Kirchgraber kuratiert. ⋌zVg
Nach der Sommerpause ist das Museum am Sonntagnachmittag wieder regelmässig geöffnet und lädt zu einer Reihe von Veranstaltungen – hauptsächlich mit Bezug zur diesjährigen Sonderausstellung.
Mit der Sonderausstellung «Schön und stolz – neu entdeckt in München» widmet sich das Ackerhus 2026 einer aussergewöhnlichen historischen Fotosammlung: Der Ebnat-Kappler Landwirt Stefan Näf stiess bei einem Anbieter in München auf Fotografien von Toggenburger Häusern aus der Zeit um 1910 bis 1920. Ein Teil dieser bislang wenig bekannten Bilddokumente wird nun erstmals im Rahmen der Sonderausstellung öffentlich gezeigt.
Drei Veranstaltungen
Am Sonntag, 6. September, um 16 Uhr, führt Jost Kirchgraber durch die Fotoausstellung und gibt Einblicke in die historischen Aufnahmen. Unter dem Titel «Aus dem Blick der Denkmalpflege» spricht Eva Zangger am Freitag, 2. Oktober, um 17.30 Uhr, über den kulturhistorischen und dokumentarischen Wert der Fotografien. Zahlreiche der damals abgebildeten Häuser sind inzwischen verschwunden – die Bilder sind damit auch für die heutige denkmalpflegerische Arbeit von grosser Bedeutung. Am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr, beleuchtet Hans Büchler die Geschichte der frühen Fotografie im Toggenburg. Sein Referat nimmt die ersten Fotoateliers und Fotografen der Region ebenso in den Blick wie die frühe fotografische Dokumentation des Toggenburger Hauses.
Finissage und Konzert
Zum Abschluss der Ausstellung findet am Sonntag, 8. November, ab 13 Uhr, die Finissage statt. Um 17 Uhr folgt ein Konzert des Ensembles Promenade à Paris. Astrid Alexandre (Gesang), Gion Andrea Casanova (Fagott), Roberto Cuervo (Oboe), Franco Mettler (Klarinette) und Thomas Weber (Akkordeon) entführen das Publikum mit Musik aus den 1920er-Jahren, Musettes und Chansons in die französische Klangwelt dieser Zeit. Zu hören sind unter anderem eigenwillige Arrangements von Eric Satie, Francis Poulenc und Charles Trenet. Damit schliesst sich die musikalische Klammer zur Saisoneröffnung, die ebenfalls den 1920er-Jahren gewidmet war.
Sprechtheater für Jung und Alt
Mit Blick in die Zukunft – welche
der heutigen Jugend gehört – ergänzt das Ackerhus sein Programm mit dem Sprechtheater «De Bläss macht Wind». Die Produktion entsteht in Kooperation mit Windbläss – Verein Toggenburger Hausorgel. Den Vorstellungen für Schulklassen folgt eine öffentliche Aufführung
am Freitag, 25. September, um 19 Uhr.
Das Ackerhus verbindet auch dieses Jahr historische Dokumentation, regionale Kulturgeschichte, Musik und Theater zu einem vielseitigen Programm für ein breites Publikum. Das Museum und die Sonderausstellung sind sonntags vom 6. September bis 8. November jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet. pd
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