Matthias Nowak
erklärt, warum zehn Minuten Gehirntraining pro Tag viel auswirken können.
Für OK-Präsident Walter Schlegel ist es bereits die zweite TOM, die er mitorganisiert.
Die Toggenburger Messe (TOM) ist die wichtigste Regionalmesse für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen im Toggenburg. Vom 1. bis 3. Mai präsentieren auf dem Areal der Markthalle Wattwil viele Aussteller ihre Angebote und ein vielfältiges Rahmenprogramm. OK-Präsident Walter Schlegel spricht über die Organisation, Herausforderungen im Team und das Ziel, Besuchenden wie Ausstellenden eine attraktive Plattform zu bieten.
Walter Schlegel, Sie organisieren nun zum zweiten Mal als OK-Präsident die TOM. Wie haben Sie sich in dieser Rolle eingelebt?
Eigentlich ganz gut. Trotzdem ist es dieses Mal weniger entspannt als vor drei Jahren. Wir haben im Organisationskomitee die Stelle des Standbauchefs vakant. Diese Aufgaben haben wir intern unter uns aufgeteilt. Das ist zum einen sehr spannend, da wir noch tiefer in andere Bereiche blicken können. Zum anderen bedeutet es aber auch mehr Arbeit für die einzelnen Personen.
Und wenn Sie auf die letzte TOM zurückblicken: Welche Erkenntnisse haben Sie daraus gewonnen?
Einen wirklichen Aha-Effekt hatte ich nicht, da wir Organisatorisch viel aus den Vorjahren profitieren konnten. Wir haben gesehen, dass noch immer viel Interesse an der Messe besteht: Die Hallen warengefüllt, es gab viele positive Rückmeldungen. Deshalb mussten wir nichts Neues erfinden oder besondere Erkenntnisse berücksichtigen. Veränderungen gibt es eher im Rahmenprogramm, mit der Show beispielsweise. Mit dem TOM-Haus versuchen wir, einen roten Faden in die Show zu bringen.
Seit der letzten Messe werden die Organisation der Messe und die Aufgaben der Geschäftsstelle getrennt. Wie hat sich das bewährt?
Sehr gut, das hat bestens funktioniert. Aus beruflichen Gründen wäre es für mich nicht möglich, auch die Aufgaben der Geschäftsstelle zu übernehmen. Organisatorisch sehe ich es zudem als Vorteil, die Bereiche auf verschiedene Schultern aufzuteilen. So würde es weitergehen, auch wenn mal jemand ausfällt. Vorher wäre es ein Riesenverlust gewesen, wenn mein Vorgänger Peter Kroll ausgefallen wäre. Falls ich jetzt ausfalle, ist zwar der Präsident weg, aber die Geschäftsstelle läuft trotzdem weiter. Und umgekehrt genauso. Diese Aufteilung ist sicher auch wichtig für die Zukunft. Wenn es irgendwann um meine Nachfolge geht, ist es bestimmt einfacher, jemanden «nur» für die Organisation zu finden, statt für beide Bereiche.
Wie gross ist denn das OK-Team, und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?
Aktuell sind wir zehn Personen im OK. Bei der letzten TOM wurde gut die Hälfte des Teams erneuert, auch in diesem Jahr konnten wir eine neue Person gewinnen. Es gab dort also einige Veränderungen. Das hat aber gut geklappt und die Zusammenarbeit funktioniert gut. Aber wir könnten noch gut Verstärkung im Team gebrauchen.
Ist es schwierig, hierfür die richtigen Leute zu finden?
Ja, die grösste Herausforderung ist tatsächlich, Leute zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Organisatorisch kann man viel machen, aber man braucht die richtigen Personen dazu. Die Geschäftsstelle hat ein kleines Stellenprozent, aber der Grossteil des OK arbeiten ehrenamtlich. Es braucht also Herzblut sowie die Möglichkeit und Bereitschaft, das in der Freizeit zu machen.
Und welche Ziele haben Sie sich für die Ausgabe in diesem Jahr gesetzt?
Finanzielle Ziele haben wir keine. Ich gehe auch nicht und zähle die Anzahl Besuchenden. Uns ist es wichtig, für die Firmen und Organisationen, die bei uns ausstellen,eine attraktive Plattform zu sein. Gleichzeitig wollen wir mit einem interessanten Rahmenprogramm ein unterhaltsamer Anlass für alle Besucherinnen und Besucher sein.
Es kommt also auf die richtige Mischung zwischen Informativem und Unterhaltung an.
Genau, das ist sehr wichtig. Für die Unterhaltung soll unser Rahmenprogramm mit der Show sorgen. Mit dem TOM-Haus zeigen wir eine Geschichte, wie ein Haus entstehen kann, aus Dingen, die unsere Aussteller präsentieren. Ebenfalls auf der Bühne zeigen sich zwei lokale Vereine und zusätzlich setzen wir im Abendprogramm hauptsächlich auf Künstlerinnen und Künstler aus der Region. Am Freitag tritt beispielsweise die Nachwuchsband Imagine auf, und mit Remo Forrer und Laura Antonella haben wir auch etablierte Sängerinnen und Sänger aus dem Toggenburg im Programm.
Worauf können sich die Besuchenden sonst noch freuen?
Natürlich auf die Messe selbst, auf die vielen Aussteller. Die meisten kommen aus dem Toggenburg. Da spielen sicherlich auch persönliche Beziehungen eine Rolle, weil man sich gegenseitig kennt. Und die Auswahl ist wieder sehr vielfältig, die Aussteller kommen aus allen möglichen Branchen. Etwa ein Viertel ist auch neu, war vorher noch nie an der TOM oder ist nach einer Pause wieder vertreten. So bleibt es spannend und abwechslungsreich. Und ich glaube, genau das macht es auch attraktiv für die Besucherinnen und Besucher. Und dann gibt es natürlich noch die Sonderschau mit dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg, die sicherlich ein Highlight ist.
Und welche Empfehlungen haben Sie für die Anreise?
In diesem Jahr bieten wir zum ersten Mal den 3-Tagespass an. Damit hat man an allen drei Tagen Zugang zur Messe, inklusive ÖV-Ticket, und muss sich nicht um einen Parkplatz kümmern. Das wäre sicherlich attraktiv, bisher hält sich der Ansturm aber noch in Grenzen. Wir freuen uns auch auf die spontanen Gäste, aber dann ist es zu spät für einen 3-Tagespass, da dieser online bestellt und im Voraus verschickt wird.
Und zum Schluss: Worauf freuen Sie persönlich sich am meisten während dieser drei Tage?
Auf den Freitagmittag, wenn wir die Messe eröffnen können. Nachgut zwei Jahren Vorbereitung ist es der schönste Moment, wenn es dann wirklich losgeht. Der zweitschönste Moment ist dann der Sonntagabend, wenn alles gut über die Bühne gegangen ist. Dann fällt mir sicherlich ein Stein vom Herzen.
⋌Shannon Senn
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