Cathrin Zimmermann
vom Tierheim Nesslau spricht über Tiere als Weihnachtsgeschenke.
Mit viel Training bereitet sich Werner Schlegel aufs Esaf vor.
Werner Schlegel gehört zu den grossen Hoffnungen des Schweizer Schwingsports. Der 22-jährige Toggenburger aus Hemberg hat sich mit beeindruckenden Leistungen und grossem Trainingsfleiss einen festen Platz an der Spitze erkämpft. Im Interview spricht er über seine Anfänge im Schwingsport, die Vorbereitung auf das bevorstehende Esaf und den Umgang mit Rückschlägen.
Werner Schlegel, woher kommt Ihre Faszination fürs Schwingen?
Das Schwingen liegt bei uns in der Familie. Mein Vater hat bereits geschwungen und meine beiden älteren Brüder dann ebenso. Dadurch bin ich schon früh mit dem Schwingsport in Kontakt gekommen und wollte es auch ausprobieren. Als es dann so weit war, habe ich schnell Freude und Gefallen daran gefunden und die Begeisterung dafür nie verloren.
Und welcher Ihrer Erfolge ist am meisten in Erinnerung geblieben?
Niemals vergessen werde ich meinen Sieg am Schwarzsee-Schwinget im letzten Jahr. Das war sicherlich ein Höhepunkt. Und natürlich der eidgenössische Kranz 2022. Beim Esaf zu punkten, ist etwas ganz Besonderes. Es ist grösser, hat mehr Leute – das war für mich definitiv einer der emotionalsten Momente in meiner Karriere.
Auch in diesem Jahr nehmen Sie wieder am Esaf teil. Wie bereiten Sie sich darauf vor?
Mit sehr viel Training. Ich mache sechsmal pro Woche Kraft- und Ausdauertraining und stehe dreimal im Sägemehlring. In der unmittelbaren Vorbereitungsphase passen wir die Einheiten an. Ziel ist es, dass ich am Wettkampfwochenende topfit bin und ausgeruht in Mollis antreten kann.
Wie bringen Sie bei diesem intensiven Programm Beruf, Training und nicht zuletzt Ihr Privatleben unter einen Hut?
Ich habe das Glück, auf dem Bauernhof meines Vaters zu arbeiten – das gibt mir viel Flexibilität. Wenn ich da bin, arbeite ich. Und wenn ich Trainings oder Termine habe, bin ich eben nicht da. Das macht vieles einfacher und ermöglicht mir, alles zu bewältigen.
Ende März hatten Sie eine Fussverletzung. Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie erfahren haben, dass Sie länger ausfallen? War Ihre Teilnahme am Eidgenössischen gefährdet?
Nein, meine Teilnahme war zum Glück zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Trotzdem war es natürlich zuerst ein Schock, als ich erfahren habe, dass eine Operation nötig ist. Denn zuerst glaubte man, dass die Verletzung nicht so schlimm sei. Ich habe mich aber relativ schnell damit abgefunden und beschlossen, das Beste aus der Situation zu machen. In der Zeit, in der ich nicht schwingen konnte, haben wir den Fokus verstärkt auf das Athletiktraining gelegt.
Beim letzten Esaf haben Sie einen Kranz gewonnen. Was ist dieses Jahr das Ziel?
Genau wie beim letzten Mal gehöre ich auch diesmal zum erweiterten Favoritenkreis. Dementsprechend möchte ich gerne wieder einen Kranz gewinnen – und idealerweise ein Wörtchen mitreden, wenn es um den Königstitel geht.
Und gibt es etwas, dass Sie jungen Nachwuchsschwingern mitgeben möchten, die ebenfalls vom Esaf träumen?
Am wichtigsten ist eindeutig die Freude am Schwingen. Und: Geht regelmässig ins Training. Lieber konstant einmal pro Woche als mal dreimal, dann wieder gar nicht. Wer dranbleibt, verbessert sich automatisch.
⋌Shannon Senn
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