Matthias Nowak
erklärt, warum zehn Minuten Gehirntraining pro Tag viel auswirken können.
Die Fahneträger marschieren ein.
Im Toggenburg trafen sich am vergangenen Samstag Mitglieder der kantonalen Vereinigung der Turner und Turnfreunde zur Jahresversammlung. Das Grusswort der Regierung überbrachte Bettina Surber, Vorsteherin des Bildungsdepartements.
Wattwil Unter Leitung von Stefan Brändle eröffnete die Musikgesellschaft Wattwil die 106. Tagung der Turner und Turnfreude aus dem Kanton St.Gallen. 205 stimmberechtigte Mitglieder versammelten sich im Toggenburg. Organisiert wurde der Anlass von der Ortsgruppe Wattwil, für die Leitung zuständig war OK-Präsident Niklaus Steinbacher. Nach 19 Jahren trafen sich die Turnfreunde wieder einmal in Wattwil. Nicht alle sind mehr aktiv, aber fit allemal und zudem als ehemalige Aktive ihrem Sport nach wie vor sehr verbunden. Und so war für alle Anwesenden der Fahneneinmarsch zu Beginn des Anlasses nicht nur ein traditioneller Akt, sondern auch ein bewegender Moment. Urs Meli, Präsident der Vereinigung der Turner und Turnfreunde durfte nicht nur 205 Mitglieder der Jahrgänge von 1988 bis 1930 begrüssen, sondern auch einige Ehrengäste. Unter ihnen Regierungsrätin Bettina Surber, Vertreter der Politischen Gemeinde und des TSV Wattwil. Die Vorsteherin des Bildungsdepartements des Kantons St.Gallen unterstrich in ihrer Ansprache, die Bedeutung des Sports und das Miteinander in Vereinen. «Turnen bewegt ein Leben lang», so Surber. Sie verwies auf die Bemühungen des Kantons, verlässliche Strukturen für Organisationen zu schaffen und zu fördern. Und dabei sei man auf einem guten Weg, so Surber.
Die Wattwiler Gemeinderätin Olivia Heer begrüsste die gestandenen Sportfreunde und beschrieb ihnen in schönen Worten den Ort und hiess die Turnerschar im Toggenburg willkommen. «Turnen ist bei uns beliebt», so Heer. Dass dem so ist, beweist der TSV Wattwil, der der mitgliederstärkste Dorfverein ist. Im Jahr 1857 gegründet, zählt er heute 214 aktive und 35 passive Mitglieder sowie 35 Ehrenmitglieder, so Michael Steiger, Präsident des TSV Wattwil. An die 340 Mädchen und Jungen werden regelmässig betreut. Steiger bedankte sich bei der Ortsgruppe Wattwil für die Unterstützung der Jugendarbeit, auf die man immer zählen kann.
Leider muss jedes Jahr von Turnfreunden für immer Abschied genommen werden. Mit einer Gedenkminute und einer Blume für jeden verstorbenen Kameraden wurde ihnen noch einmal gedacht. Ein Höhepunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Elf Turnfreunde mit den Jahrgängen 1930 bis 1936 wurden besonders gewürdigt. Gemeinsam wurde auf ihr Wohl und ihre Gesundheit angestossen. Im Jahresbericht des Präsidenten erwähnte Urs Meli, dass ihm die Entwicklung der Mitgliederzahl Sorgen bereitet. Auch wenn in diesem Jahr 16 Mitglieder mehr als im Vorjahr gezählt werden können, ist die Entwicklung in den vergangenen Jahren eher rückläufig. Aktuell habe der Verband 2188 Mitglieder. Meli bat um aktive Werbung von Neumitgliedern. Finanzchef Kurt Gschwend musste ein einen leichten Vermögensverlust verbuchen. Der Kontostand erlaubt es dennoch, dass im Jahr 2026 Vergabungen im Wert von 16'900 Franken vorgenommen werden können. Im Vorstand kam es zum Rücktritt des Vize-Präsidenten Xaver Hutter. Er legte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, ein Nachfolger konnte gefunden werden und auch die Neuwahl eines Revisors war vonnöten. Urs Meli unterliess es nicht, sich beimTSV Wattwil für die Bewirtung und Unterhaltung zu bedanken.
⋌hem
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