Sina Ziegler
aus Kaltbrunn absolvierte ihre erste Langdistanz am Ironman Switzerland in Thun.
Das Schuljahr ist vorbei. Und für Tessa Güssow somit auch ihre Zeit an der Kantonsschule Wattwil. Die 19-Jährige aus St.Gallen schliesst die Matura mit der Bestnote ihres Jahrgangs ab.
Region Dass sie mit einem Notendurchschnitt von 5,769 die Jahrgangsbeste sein würde, war für Tessa Güssow eine grosse Überraschung. «Ich habe mich sehr gefreut und konnte es zuerst kaum glauben», erzählt sie. Gleichzeitig sei sie stolz gewesen, dass sich ihr Einsatz über die vergangenen Jahre ausgezahlt habe.
Schule und Volleyball verbinden
Mit ihrem Abschluss geht für Güssow auch ein besonderes Kapitel zu Ende: Sie gehört zum letzten Maturajahrgang, der die Kantonsschule Wattwil noch im bisherigen Schulgebäude abschliesst. Ab dem kommenden Schuljahr findet der Unterricht im Neubau statt. Für Güssow begann die Zeit in Wattwil allerdings nicht von Anfang an. Nach der zweiten Gymnasialklasse wechselte sie bewusst von der Kantonsschule in St.Gallen nach Wattwil, um die dortige Sportklasse besuchen zu können. Diese Möglichkeit gab es in St.Gallen nicht. Als leidenschaftliche Volleyballspielerin wollte sie den Sport neben dem Unterricht nicht vernachlässigen. «Dass ich Schule und Volleyball so gut verbinden konnte, war natürlich ideal», sagt sie. Das Pendeln von St.Gallen nach Wattwil habe sie dafür gerne in Kauf genommen. Auch, weil sie während dieser Zeit in Wattwil ins Volleyballtraining gehen konnte. Doch nicht nur das Sportangebot überzeugte Güssow. «Es ist alles etwas kleiner und familiärer», beschreibt sie die Atmosphäre. Zudem seien Einkaufsmöglichkeiten und Bahnhof in wenigen Minuten erreichbar gewesen. Auch an der Schule selbst habe sie sich gut aufgehoben gefühlt. «Alles ist gut organisiert und bei Fragen oder Problemen findet man immer eine Ansprechperson.» Besonders geschätzt hat Güssow, dass der Stress von der Schule nicht allzu gross war. Dadurch habe sie genügend Zeit und Energie gehabt, um sich auch auf den Sport konzentrieren zu können.
Planung ist das A und O
Ganz ohne Herausforderungen verliefen die vergangenen Jahre dennoch nicht. Schule, Training, Wettkämpfe und Freizeit unter einen Hut zu bringen, verlangte eine gute Planung. Entscheidend sei gewesen, Volleyball nicht als zusätzliche Last zu betrachten: «Der Sport soll Spass machen und helfen, den Kopf freizubekommen.» Während der Saison, wenn viele Trainings und Spiele anstanden, sei die Zeit manchmal knapp geworden. «Dann habe ich bewusst versucht, Ruhe zu bewahren und meinen Alltag gut zu organisieren.» Insgesamt sei ihr das ganz gut gelungen. Rückblickend ist sie stolz darauf, alles geschafft zu haben: «Ich konnte meine Leistungen in der Schule und im Volleyball halten und hatte trotzdem noch Freizeit», freut sich Güssow.
Vom Gymi ins Studentenleben
Nun folgt nach der Gymi-Zeit ein neuer Abschnitt: Im Herbst beginnt die 19-Jährige ihr Studium in Gesundheitswissenschaften und Technologie an der ETH Zürich. «Ich freue mich aufs Studentenleben», sagt sie. Und eines steht für sie schon jetzt fest: Auch während des Studiums soll Volleyball weiterhin einen wichtigen Platz in ihrem Alltag einnehmen.
shs
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