Roger Eberhard
freut sich als Präsident auf die Fasnacht Kaltbrunn.
Die Ostschweizer Kranzschwinger auf der Rigi.
Ein Schwinger-Wochenende der Superlative. Gleich vier Kranzfeste wurden am Sonntag ausgetragen – und überall zeigten die Nordostschweizer Schwinger ihre Klasse.
Sie prägten das Geschehen massgeblich und mischten bei den Festsiegen ganz vorne mit. Den grössten Coup landete Samuel Giger: Im Schlussgang des Rigi-Schwinget bezwang er seinen Clubkollegen Mario Schneider und sicherte sich den begehrten Festsieg.
Das Nordostschweizer Team galt als klarer Favorit beim prestigeträchtigen Rigi-Schwinget – und wurde dieser Rolle mehr als gerecht. Bereits im vierten Gang führten die Dominanz der Ostschweizer zu internen Duellen auf der Königin der Berge. Am Ende standen mit Mario Schneider und Samuel Giger zwei Clubkollegen im Schlussgang. Giger liess im entscheidenden Duell keine Zweifel aufkommen: Mit einem blitzschnellen ersten Zug sicherte er sich den Sieg – seinen ersten Festsieg direkt auf der Rigi. 2021 triumphierte er zwar bereits bei der «Covid-Version» in Ibach, doch der Sieg am Originalschauplatz bedeutet ihm besonders viel. Auch für den Ostschweizer Einteilungschef Fridolin Beglinger war es ein Premieren-Erfolg mit dem Team auf der Rigi – und was für einer: Ein Vierfachsieg. Hinter Giger reihten sich Armon Orlik (Platz 2), Damian Ott (Platz 3) und Mario Schneider (Platz 4) ein. Darüberhinaus erkämpften sich This Kolb und Thomas Burkhalter – beide aus dem Kanton Thurgau – ihre ersten Bergkränze und glänzten mit einem starken Auftritt.
Schon beim Anschwingen kam es zum packenden Duell zwischen Domenic Schneider und Andy Signer – zwei Sennenschwinger, die später den ersten Rang teilen. Im Schlussgang bezwang Schneider den Appenzeller Eidgenossen Martin Roth souverän. Auch Signer konnte mit einem Plattwurf gegen Thomas Koch zu Schneider aufschliessen. Die Schwinger aus St.Gallen präsentierten sich in Topform: Neben dem Festsieg sicherten sie sich ganze acht Kränze. Für einige Athleten bedeutete der Kranzgewinn gleichzeitig das ersehnte Ticket zum Eidgenössischen Schwingfest Ende August – ein Meilenstein in ihrer Karriere.
Auch an den beiden Teilverbandsschwingfesten zeigten sich die Nordostschweizer Schwinger in Topform. Beim stark besetzten Bernisch-Kantonalen in Langnau im Emmental brillierten Marcel Räbsamen und Marco Good. Good klassierte sich mit vier Siegen, einem gestellten und einem verlorenen Gang auf Rang sechs. Räbsamen sicherte sich mit drei gestellten und drei gewonnenen Gängen Platz acht. In Neuenburg kämpfte der Zürcher Polizist Samir Leuppi beim Südwestschweizer Schwingfest erfolgreich um den Kranz. Mit 56.50 Punkten belegte er den siebten Kranzrang, nachdem er vier Siege, einen gestellten und einen verlorenen Gang verbuchte. Dank dieses starken Ergebnisses darf sich Einteilungschef Fridolin Beglinger auf einen selbstbewussten Auftritt seiner Mannschaft freuen. Am Samstag reisen die Nordostschweizer zum nächsten Bergkranzfest – dem traditionsreichen Weissenstein-Schwinget. ⋌pd
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