Anna-Catrina Walt
übernimmt neu das Präsidentenamt des Sportvereins Wildhaus - Alt St.Johann.
Im vergangenen Jahr war Komiker Peter Pfändler mit dem Zirkus Knie auf Tournee, in diesem Jahr ist er wieder solo unterwegs. Am Samstag, 20. September, tritt er im Toggenburg auf.
Unterwasser Der preisgekrönte Peter Pfändler (64) kommt mit seinem dritten Solo-Programm «Eifach luschtig» in den Zeltainer. Auf die Frage, was ihn, den echten Stadtzürcher, ins obere Toggenburg verschlage, sagt er, dass der Zeltainer, einer der Locations sei, wo Comedy, wie er sie macht, noch ins Programm aufgenommen wird. «Und», so verrät er weiter, «mit dem Toggenburg habe ich eine innige und lange Verbindung.» Wenn er den Schafberg sehe, dann gehe es ihm gut. Seine Eltern hatten ein Ferienhaus in Unterwasser. Als das «Hüttli» vom Bauernsohn übernommen wurde, habe die Familie immer im Hotel «Schwendi» logiert. Dort oben sei er erwachsen geworden, so Pfändler, habe Schmerzen ertragen und Glück empfunden. Für die Autoprüfung hat er wie ein Wilder gebüffelt, nur um mit dem eigenen Gefährt schnell ins Toggenburg zu kommen. Heute verbringe er mit seiner Frau und den zwei Kindern gerne die Ferien am Fusse der Churfirsten und geniesse die Zeit sehr.
Peter Pfändler steht seit fast 30 Jahren auf der Bühne, 20 Jahre davon an der Seite von Cony Sutter. Als Duo Pfändler & Sutter waren sie sehr erfolgreich, wurden mit dem Prix Walo ausgezeichnet. Dann das plötzliche Aus. Sutter schied aus gesundheitlichen Gründen aus und Pfändler stand vor der Entscheidung, wie weitermachen. Keine einfache Zeit erinnert er sich. «Ob man zu zweit auf der Bühne steht oder allein, das ist etwas völlig anderes.» Das sei wie Skifahren und Snowboarden. Bei beidem gehe es im Winter bergab, aber auf unterschiedliche Art und Weise. Ein Soloprogramm muss anders aufgebaut werden, da gibt es niemanden, der dich nach einem Patzer retten kann. «Ich habe ordentlich Lehrgeld gezahlt am Anfang», so Pfändler. Auf die Frage, was ihn motiviert habe, weiterzumachen, antwortet er: «Ich unterhalte einfache gerne und bereite den Leuten eine gute Zeit.» Gute Zeiten erleben wir gerade nicht auf der Welt. Darf man trotzdem lachen? «Sicher», meint Entertainer Pfändler, «ich gehe mit Humor an alles heran. Wenn wir uns das auch noch kaputt machen lassen, dann geht wirklich was verloren.»
Das neue Programm ist eine Mischung aus Stand-up-Comedy, Sketchen, Slapstick und Pointen im Sekundentakt. «Ich stehe zweimal 45 Minuten auf der Bühne und reihe Gag an Gag.» Die Zeiten, in denen man einen Sketch spielte, sich umzog und die nächste Nummer brachte, seien längst vorbei. Heute müssen die Pointen schnell und gezielt kommen. Stand-up-Comedy sei in. Und die berühmten Imitationen von Hausi Leutenegger und Aeschbi? Die Figuren kommen immer noch mal vor, Leutenegger gehe eigentlich immer. Es komme darauf an. Worauf? Auf die Menschen und die Auftrittsorte. Was in Basel funktioniere, kann im Zürcher Oberland in die Hose gehen. Der Toggenburger hat einen anderen Humor als der Berner und ein Rheintaler lasse sich auch nicht so einfach knacken. Aber nach wie vor, nehme er alles und jeden aufs Korn, nicht zuletzt auch sich selbst. Und so wird sich auch das Publikum im Zeltainer in vielen urkomischen Situationen wiederfinden und dank des Unterhaltungsprofis Tränen lachen. «Eifach luschtig» garantiert ein Feuerwerk an Lachen, das blaue Flecken vor lauter «Schenkelklopfen» hinterlässt. ⋌hem
Lade Fotos..