Cathrin Zimmermann
vom Tierheim Nesslau spricht über Tiere als Weihnachtsgeschenke.
Das Mutz-Theater zeigt am Samstag, 29. November, die Märchenoper «Die Schneekönigin» von Paul Burkhard. Die Charakteren werden von Kindern und Jugendlichen gespielt. Die zu «bändigen», war aber nicht die einzige Herausforderung in den Vorbereitungen.
Ebnat-Kappel Für Barbara Fuchs, Initiantin des Weihnachtsmärchens, ist die Tournee des Stückes «Die Schneekönigin» von Paul Burkhard ein Heimkommen: Es war 1964, als sie mit gerade mal acht Jahren an der Uraufführung eine Schneeflocke spielen durfte. Damals schon setzte Burkhard in der Märchenoper nach H. C. Andersen auf junge Schauspielerinnen und Schauspieler. Jetzt ist Fuchs die Intendantin und macht mit dem Ensemble am Samstag, 29. November, im Dömli in Ebnat-Kappel halt. Mit ihrer Firma, dem Mutz-Theater aus Zürich, hat Fuchs viel Erfahrung in der Umsetzung von künstlerischen Aufführungen für die Kleinsten. Im neu inszenierten Stück werden darum auch Arien und Opern aufgeführt sowie klassisches Ballett getanzt. «Aber alles kindgerecht», wie Fuchs betont.
Fuchs möchte das Spielerische von Kindern im Stück erhalten, ohne aber unprofessionell zu werden. Dabei kann sie auf die Ballettschule Schwamendingen zählen, die die insgesamt zehn Sängerinnen und Schauspieler unterstützen. Das Alter der Ballettkinder ist von 6 bis 16 Jahren und auch von den Hauptprotagonisten sind drei zwischen 12 und 15 Jahre alt – also in etwa so alt, wie das Zielpublikum. Genau wie erwachsene Schauspieler, Sängerinnen und Tänzer müssen sich auch Kinder in eine Rolle hineinversetzen können, um eine gute Vorstellung abliefern zu können. «Sie müssen das Stück verstehen können», sagt Fuchs. Dazu seien im Gegensatz zu Erwachsenen oftmals mehr Instruktionen nötig. Und noch etwas ist bei der Zusammenarbeit mit Kindern wichtig: «Dann muss man schauen, dass sie ruhig sind hinter der Bühne», sagt sie mit einem Lächeln.
So auch Ende November, wenn das Ensemble nach Ebnat-Kappel kommt. Für Fuchs wird das eine Premiere sein, da sie noch nie im Dömli gespielt hat. Auch aufgrund der anderen Spielorte hat sich die Bühnenbauerin für ein anpassbares Bühnenbild entschieden. So könne man sich auf viele Eventualitäten einstellen, wie Fuchs erzählt. Wie zum Beispiel der Schneesturm inszeniert wird, wollte Fuchs noch nicht verraten. Mit den Betreibern des Dömli kann Fuchs sehr professionell arbeiten: «Man merkt, dass dort Vollprofis am Werk sind.»
Ausserdem hat sie viel für die Geschichte der ehemaligen Kirche übrig: «Es ist eine Kostbarkeit aus der Vergangenheit. Es ist schön, dass sie erhalten geblieben ist.» Doch nicht nur deswegen freut sich Fuchs auf den Besuch in Ebnat-Kappel. «Das Stück passt perfekt in diese Location», sagt sie. Wie oftmals in religösen Messen geht es auch im Stück um Gut gegen Böse, und es wird ein Teufelsspiegel hochgezogen. «Ausserdem war auch Paul Burkhard sehr christlich unterwegs», fügt sie an.
Natürlich wurde die Neuinszenierung an heutige Begebenheiten angepasst. Bereits Paul Burkhard habe damals vieles vom Original weggelassen, weil das ursprüngliche Stück sehr kompliziert in der Handlung war. Was würde wohl Burkhard zum nun angepassten Werk sagen? Fuchs: «Ich hoffe, dass er Freude an unserer Version hat und dass wir das Wesentliche auf die Bühne bringen konnten.»
Das Mutz-Theater präsentiert mit «Die Schneekönigin» eine Kinderoper, die mit jungen Gesangstalenten, Schauspiel, einem Kinderballett und einem kleinen Orchester begeistert. Die Geschichte passt in die Weihnachtszeit und ist ein Erlebnis für alle. Am Samstag, 29. November, um 15 Uhr, wird es im Dömli in Ebnat-Kappel aufgeführt.
⋌Alex Schüpbach
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