Sina Ziegler
aus Kaltbrunn absolvierte ihre erste Langdistanz am Ironman Switzerland in Thun.
Hitze, Wind und starke Konkurrenz prägten den Swiss-Cup-Final des Eidgenössischen Armbrustschützenfests (Easf) in Weesen am 12. Juli. Erneut setzte sich das Team aus Rümlang durch. Die feierliche Fahnenübergabe bildete zudem einen weiteren Höhepunkt des Festtages.
Weesen Während sich Weesen frühmorgens noch bei angenehmer - ja sogar kühler und erfrischender - Temperatur präsentierte, begann sich die Sonne gegen 10.30 Uhr durchzusetzen, um das Schiesszelt pünktlich auf den Wettkampfbeginn, der auf 13 Uhr angesetzt war, auf annähernd gefühlte Backofen-Temperatur aufzuheizen. Den 16 Finalisten-Teams mit je vier Athletinnen oder Athleten, die sich über eine Qualifikations- und zwei Cup-Runden für den Final vom 12. Juli hatten qualifizieren können, stand eine schwere Aufgabe bevor. Zusätzlich zur drückenden Hitze kam nun auch noch Wind auf, der Böen artig und teilweise sehr heftig über die Schiessanlage hinweg zog. Eine Kombination, die bei den Armbrustschützinnen und Armbrustschützen nicht sonderlich beliebt ist.
Hitze und Wind fordern heraus
Die grösste Armbrust-Schiesssportanlage der Welt, die über 36 Laufscheiben verfügt und speziell für das Eidgenössische Armbrustschützenfest aufgebaut wurde, liess es zu, den Swiss-Cup-Final nicht wie üblich in vier Ablösungen durchzuführen, sondern jeweils zwei Teammitglieder jedes Teams gleichzeitig antreten zu lassen und den Wettbewerb damit auf zwei Ablösungen zu verkürzen. Mit 32 Armbrustschützinnen und Armbrustschützen in einer Schiesslinie und den für die Zuschauerinnen und Zuschauer gut platzierten Bildschirmen, auf denen die Resultate und die aktualisierten Ranglisten gezeigt wurden, wurde der Final für die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aber auch für das zahlreich aufmarschierte Publikum attraktiv gestaltet. Wie bereits in den beiden vorigen Jahren gewann das Team aus Rümlang, das zum Favoritenkreis des diesjährigen Finals gehörte. Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen blieben jedoch die absoluten Spitzen-Einzel-Resultate aus. Waren am Easf 2022 in Neuwilen noch 780 Punkte notwendig, um den Titel zu gewinnen, so waren es in diesem Jahr 758 Punkte. Ein deutliches Zeichen, unter welch schwierigen Bedingungen der Wettkampf durch die Sportlerinnen und Sportler zu absolvieren war. Mit diesen am besten zurecht kamen dabei Ralf Zellweger (Herisau-Waldstatt, 195), Joel Brüschweiler (Bürglen, 194), Marcel Ryter (Frutigen, 194), Michel Stuber (Zug, 193) und Joëlle Baumgartner (Rümlang, 193). Für diese Leistungen ernteten sie an der Rangverkündung grossen Applaus und Anerkennung. Der Swiss-Cup-Wettkampfleiter Daniel Hinnen zeigte sich begeistert von der Schiesssportanlage in Weesen. «Den Wettkampf hier in Weesen in einer so top hergerichteten Schiessanlage bestreiten zu dürfen, ist absolut grossartig! Dem OK des Easf 2026 gebührt unsere Anerkennung und unser Dank dafür», äusserte sich Hinnen anerkennend und ergänzt schmunzelnd: «Die Infrastruktur war einzigartig - und für die schwierigen Wetterbedingungen kann der Veranstalter nicht verantwortlich gemacht werden. Aber die Athletinnen und Athleten habe sich gut geschlagen.»
Feierliche Fahnenübergabe
Auch abseits des Swiss-Cups hatte der 12. Juli am Easf Einiges zu bieten: Die Verbandsfahne des Eidgenössischen Armbrustschützenverbands (Easv) wird offiziell in die Hände der Organisatoren übergeben. Ein feierlicher Akt, dem ein Fahnen-Umzug vorausgeht und bei dem die Verbandsfahne von den Unterverbands- und den Vereinsfahnen begleitet wird. «Dies ist ein besonderer Anlass und ich bin stolz, mit meiner Fahne heute die Easv-Verbandsfahne begleiten zu dürfen», sagte einer der Unterverbands-Fähnriche. Die Fahnenübergabe fand im Beisein des Organisations-Komitees, vieler Sponsoren und Ehrengäste aus Politik, Sport und Militär aber auch zahlreicher Festbesucher, die extra für die offizielle Festeröffnung nach Weesen gereist waren, in der Speerhalle in Weesen, statt.
Anerkennung von Kanton und Gemeinde
Die Kantonsregierung von St.Gallen beehrte die Easf-Organisatoren mit dem Besuch der höchsten St.Gallerin, der Kantonsrats-Präsidentin Andrea Abderhalden-Hämmerli, die sich ebenfalls mit einer Begrüssungsansprache an die Besuchenden sowie die Armbrustschützinnen und Armbrustschützen wandte und ihrer grossen Freude Ausdruck verlieh, dass das Eidgenössische Armbrustschützenfest in ihrem Kanton stattfindet. Auch die Gemeindepräsidentin von Weesen, Rhea Gisler, zeigt sich zufrieden und ist überzeugt, dass Weesen ein perfekter Gastgeber ist. Ihre abschliessenden Begrüssungsworte brachten es auf den Punkt: «Für Weesen bedeutet dieses Eidgenössische Armbrustschützenfest weit mehr als einen sportlichen Grossanlass. Es bringt Menschen zusammen. Es schafft Begegnungen. Es verbindet Generationen. Und es zeigt, was möglich wird, wenn viele Menschen gemeinsam an dieselbe Idee glauben.»
pd/shs
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