Werner Knaus
freut sich als Co-OK-Präsident des Bergrennens Hemberg auf die 13. Ausgabe.
An der 64. Generalversammlung der Sportbahnen Atzmännig AG blickte die Geschäftsleitung auf ein herausforderndes Jahr 2025 zurück. Rund um die Versammlung vom Freitag, 22. Mai, herrschte dennoch eine zuversichtliche Stimmung.
Atzmännig Ab 14.30 Uhr trafen die Aktionärinnen und Aktionäre ein. Sie begrüssten sich, nahmen Platz und tauschten sich aus. Der Saalin der Atzmännig Lodge füllte sich schnell, und um 15 Uhr eröffnete die Verwaltungsratspräsidentin Claudia De Boni die Generalversammlung. In ihrer Begrüssung sprach sie von insgesamt eher mageren Umsatzentwicklungen im vergangenen Jahr. Gleichzeitig machte sie aber deutlich, dass die Zahlen im laufenden Jahr 2026 bereits wieder besser aussehen würden. Anschliessend führte De Boni durch die Traktanden. Der Vorschlag für den Stimmenzähler sowie die drei Anträge wurden von den Aktionären einstimmig und ohne Enthaltungen angenommen. Auch die Mitglieder des Verwaltungsrats sowie die Revisionsstelle wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt.
Danach übergab De Boni dasWort an Geschäftsführer und Verwaltungsratsmitglied Roger Meier. Dieser blickte zunächst auf das schwierige Geschäftsjahr 2025 zurück. Ein guter Gewinn sei einzig dank des Verkaufs des Mehrfamilienhauses «Schüsselwiese» in Wald möglich gewesen. «Ohne diesen hätten wir rote Zahlen geschrieben», erklärte Meier. Als Hauptgrund dafür nennt er den kaum bestehenden Winterbetrieb: Nur an nun Tagen konnte Schneesport angeboten werden. Während Frühling und Sommer auf konstant hohem Niveau verliefen, sorgten ein nasser Herbst und fehlender Schnee im Winter für schlechte Bedingungen in diesen Jahreszeiten. In der Winterarena konnten immerhin 70 Betriebstage verzeichnet werden. «Aber auf Dauer rentiert das nicht», sagte Meier gegenüber den Aktionärinnen und Aktionären direkt. Künftig müsse das Angebot noch mehr auf «Nicht Schneesport» ausgelegt werden. Insgesamt verzeichneten die Sportbahnen 228 Betriebstage und transportierten rund 170’000 Personen. In früheren Jahren waren es noch über 200’000 Gäste gewesen. Stabil entwickelte sich dagegen der Seilpark, der in den vergangenen Jahren konstant gute Zahlen erzielt habe. Sorgen bereiten hingegen die Übernachtungen, wo es zu Einbrüchen kam. Gleichzeitig betonte Meier auch die positiven Aspekte. Beispiels-weise wird mit dem Ausbildungsstart eines Seilbahners EBA seit 2025 erstmals ein Lernender ausgebildet. Auch «Atzmännig Kultur» entsprach den Erwartungen: Das an Kinder gerichtete Angebot konnte insgesamt 30 Mal durchgeführt werden.
Im Ausblick auf das aktuelle Jahr 2026 stellte Meier mehrere Neuerungen vor. Beim Nautic-Jet gibt es neue Boote sowie eine neue Steuerung. Dank verbesserter Sicherheitsvorkehrungen dürfen Kinder die Attraktion neu bereits ab sieben statt erst ab zehn Jahren nutzen. Auch in der Gastronomie soll es vorwärtsgehen. Viele Betriebe kämpfen mit hoher Fluktuation beim Personal. Seit November 2025 wird deshalb in der Brustenegg-Hütte ein neues Konzept mit einem Rufsystem eingesetzt: Die Gäste holen ihre Bestellung an der Theke selbst ab. Laut Meier habe man damit «den Nagel auf den Kopf getroffen». Zwischen Januar und April 2026 konnten dadurch bereits rund 900 Personalstunden eingespart werden. «So wollen wir das Ruder herumreissen und erfolgreicher sein», sagte er.
Weiter Thema bleibt die Situation rund um den Campingplatz. Gegen die Räumungsverfügung der Gemeinde Eschenbach läuft weiterhin ein Rechtsverfahren. Das Verwaltungsgericht habe inzwischen festgehalten, dass die Verfügung für einen Teil der Anlage zu Unrecht erfolgt sei. Das Verfahren sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Ziel bleibe weiterhin die Fortführung des Campingplatzes. «Erst wenn das nicht möglich ist, prüfen wir andere Optionen», so Meier. Auch das Generationenprojekt beschäftigt die Verantwortlichen weiterhin. Nach einer ersten Version mit grösserem Ausbau soll bis Ende Mai eine überarbeitete, verkleinerte Variante eingereicht werden. Vorgesehen seien nur noch jene Elemente, die tat-sächlich benötigt würden. Mit stallähnlicher Bauweise und viel Holz sollen sich die geplanten Gebäude zudem stärker an die Umgebung anpassen. Zum Abschluss beantwortete Roger Meier die Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre. Danach ging die Generalversammlung in einen geselligen Grillplausch über. ⋌shs
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