Werner Knaus
freut sich als Co-OK-Präsident des Bergrennens Hemberg auf die 13. Ausgabe.
Während andere noch nicht wissen, welchen Beruf sie erlernen möchten, hat Kai Widmer aus Eschenbach seine Leidenschaft bereits gefunden: Der 16-Jährige absolviert bei JMS in Schmerikon die Ausbildung zum Grundbauer EFZ und liebt vor allem die Arbeit mit grossen Maschinen und den Einsatz auf unterschiedlichsten Baustellen.
Region Kai Widmer befindet sich im ersten Lehrjahr der insgesamt dreijährigen Ausbildung. Als zukünftiger Grundbauer EFZ lernt er, das Fundament für Gebäude so vorzubereiten, dass dieses dauerhaft bebaut werden kann. Dazu gehören unter anderem Sondierbohrungen, Pfahlgründungen, Baugrubensicherung sowie Grundwasserabsenkungen. Am besten gefällt Kai bisher die Arbeit mit grossen Maschinen. «Es ist sehr eindrücklich, die grossen Maschinen und Bagger zu bedienen», sagt er. Darüber hinaus kann er an vielen unterschiedlichen Projekten mitarbeiten. Da die zur JMS-Gruppe gehörende JMS RISI in der ganzen Schweiz Aufträge annimmt, war Kai bereits auf einigen Baustellen im Einsatz. «Es ist immer cool, wenn ich dann nachher sagen kann: ‘Da war ich dabei. Ich habe mitgeholfen, dass hier ein Haus stehen kann’», sagt er stolz.
Der Arbeitsalltag beginnt für Kai jeweils früh am Morgen. Gemeinsam mit seinem Team fährt er auf die Baustelle. «Dort wird gearbeitet und dann gehen wir am Abend wieder nachhause», fasst Kai kurz und knapp zusammen. Dabei ist er immer mit einer Gruppe unterwegs, kann aber gewisse Aufgaben schon allein und ohne Aufsicht erledigen. Auf diese Fortschritte ist Kai besonders stolz: «Es ist immer schön, etwas Neues dazuzulernen.» Eine grössere Herausforderung stellt für Kai hingegen die Berufsschule dar. «Die Schule mag ich nicht so, ich gehe lieber arbeiten», gibt er offen zu. Immerhin findet der Unterricht nicht wöchentlich statt, sondern blockweise: Anders als bei anderen Ausbildungen besucht er jeweils für ein bis drei Wochen am Stück die Schule, danach folgen wieder mehrere Wochen praktische Arbeit im Betrieb.
Dass er einmal einen handwerklichen Beruf ausüben möchte, war Kai früh klar: «Ich wollte mit meinen Händen arbeiten und draussen sein.» Bei einer Internetrecherche stiess er auf eine Ausschreibung der Firma JMS in Schmerikon und fühlte sich sofort angesprochen. «Ich ging schnuppern, es gefiel mir, und ich bekam die Stelle», erinnert sich Kai. Das Schnuppern empfiehlt er auch anderen Jugendlichen, die noch unschlüssig sind, welchen Beruf sie erlernen möchten. «Bei der JMS kann man zum Beispiel für zwei Tage schnuppern, um zu sehen, ob der Beruf einem überhaupt zusagt», erklärt er. Wenn dem so ist, könne man auch ein längeres und vertieftes Schnuppern vereinbaren. Gleichzeitig macht er deutlich, dass der Beruf nicht für alle geeignet ist: «Wenn man empfindlich auf Dreck ist oder nicht wetterfest, dann ist der Grundbau wahrscheinlich nichts für einen. Wir arbeiten jeden Tag draussen – egal ob bei Regen oder grosser Hitze.» Für Kai selbst steht jedoch fest, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Er hat auch schon Pläne, wie es nach der Lehre weitergehen soll. Als Grundbauer EFZ gibt es jede Menge Weiterbildungsmöglichkeiten. «Mich hochzuarbeiten und irgendwann eine höhere Position wie Polier oder Vorarbeiter zu haben, wäre schon schön», sagt er.
Bist du in der Lehre und begeistert von deinem Beruf? Möchtest du erzählen, warum du dich dafür entschieden hast und was dich im Arbeitsalltag fasziniert? Dann ist jetzt deine Chance. Die See & Gaster sowie Toggenburger Zeitung suchen Lernende aus der Region, die ihren Beruf vorstellen und anderen jungen Menschen Einblick in ihre Ausbildung geben möchten. Es können sich auch ausbildende Fachbetriebe melden. Kontakt und Informationen: redaktion@seeundgaster-zeitung.ch, redaktion@toggenburger-zeitung.ch. ⋌shs
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