Matthias Nowak
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Das Kernkomitee für die Initiative Zentrumsgestaltung-Ortsdurchfahrt-Tiefgarage v.l.: Mihajlo Mrakic, Fritz Stucki, Urs Graf (Vorsitz), Hansjörg Dietiker, Thomas Kuster.
Das Komitee «Zukunft Schmerikon» startet die Unterschriftensammlung für die Initiative Zentrumsgestaltung – Ortsdurchfahrt – Tiefgarage. In diesen Tagen werden die Formulare in alle Haushal-tungen verteilt.
Schmerikon Die Initiative möchte mit ihrem Vorhaben den Beschluss von 2021 zur Zentrumsgestaltung aufheben, damit die Bevölkerung unter den heutigen Rahmenbedingungen neu darüber entscheiden kann. Eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger hat in der Gruppe «Zukunft Schmerikon» eine Initiative zur Zentrumsgestaltung im Seedorf lanciert. Das Initiativbegehren wurde vom Gemeinderat geprüft und gültig erklärt. Nun müssen mindestens 240 Unterschriften eingereicht werden.
Urs Graf, Präsident des Initiativkomitees, sagt dazu: «Wir stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Schon heute muss sich Schmerikon für jede Investition neu verschulden, wir leben über unsere Verhältnisse und gehören zu den am stärksten verschuldeten Gemeinden im Kanton. Unsere Finanzen sind bereits heute im roten Bereich, und gleichzeitig stehen weitere grosse Projekte an.» Die allfällige Anbindung des Gebiets südlich der Bahnlinie an die Autobahn müsste nach dem Nein zur regionalen Verbindungsstrasse A15-Gaster in Uznach zu grossen Teilen von der Gemeinde getragen werden. In den kommenden Jahren stehen gemäss dem Gemeindepräsidenten umfassende Sanierungen oder ein Neubau eines Schulhauses an. Auch das Hallenbad wird in absehbarer Zeit entweder grosse Investitionen brauchen oder geschlossen werden müssen, was beides kostet. Unter diesen Voraussetzungen braucht es einen Richtungswechsel beim Millionenprojekt Dorfplatz.
Für die Zentrumsgestaltung mit Ortsdurchfahrt und Tiefgarage wurde im Jahr 2021 ein Baukredit in Höhe von von rund zwölfeinhalbMillionen knapp angenommen. Seither hat sich die finanzielle Ausgangslage der Gemeinde jedoch deutlich verschlechtert. So hat sich beispielsweise die Pro-Kopf-Verschuldung bereits mehr als verdoppelt. Der Selbstfinanzierungsgrad sank in den letzten Jahren zeitweise deutlich in den negativen Prozentbereich. Seit Beginn dieses Jahrzehnts sind zudem die Tiefbaupreise der Ostschweiz um über 20 Prozent angestiegen. Damit ist es sehr fraglich, ob das Projekt überhaupt noch im bewilligten Kreditrahmen realisiert werden könnte, halten die Initianten der Unterschriftensammlung fest.
⋌pd
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