Anna-Catrina Walt
übernimmt neu das Präsidentenamt des Sportvereins Wildhaus - Alt St.Johann.
Zehn Jahre nach seiner Gründung zieht der Verein «Kultur-Zürichsee-Linth» als regionale Kulturförderorganisation eine positive Bilanz: Mit Vernetzungsanlässen, Auszeichnungen, einer digitalen Plattform sowe der Vergabe von Projekt- und Jahresbeiträgen hat er die kulturelle Zusammenarbeit gestärkt, die Sichtbarkeit erhöht und die Region nachhaltig geprägt.
Region Zu den bedeutendsten Initiativen der vergangenen Jahre zählt der jährliche Vernetzungsanlass «Kultur-Topf», der seit 2018 Kulturschaffende, Institutionen und politische Vertreter zusammenbringt. Der Anlass findet immer an einem anderen Ort statt. So sollen Austausch, Kommunikation und Sichtbarkeit gestärkt werden. Dies mit Erfolg: «Kulturschaffende kennen sich besser und es entstehen leichter Kooperationen», so Rhea Gisler, Präsidentin des Vereins. Ein weiteres sichtbares Zeichen ist die «Kultur-Marke», die mehrmals jährlich im Rahmen ausgewählter Veranstaltungen vergeben wird. Sie würdigt besondere kulturelle Leistungen und schafft einen hohen Wiedererkennungswert in der Region. Mit dem Portal «szenen-kultur.ch» wurde zudem eine zentrale digitale Bühne für das regionale Kulturschaffen errichtet. Von Konzerten über Lesungen bis hin zu Ausstellungen sind dort sämtliche Veranstaltungen gebündelt auffindbar. «Die Anlässe werden dort kostenlos präsentiert», erklären die Verantwortlichen. In Zukunft soll dieses umredaktionelle Beiträge und eine Künstler-Börse erweitert werden.
Langfristig angelegt ist auch das Projekt «Kunst im öffentlichen Raum (KiöR)». Kunstwerke im öffentlichen Raum setzen Akzente im Ortsbild und laden zur Auseinandersetzung ein. Nach einem Pilotprojekt in Schmerikon wurde KiöR bereits in Uznach umgesetzt, Kaltbrunn folgt als nächste Gemeinde. «Kultur-Zürichsee-Linth» hat sich in den vergangenen zehn Jahren als wichtige Anlaufstelle etabliert. Die Nähe zu den Gemeinden und zur Kulturszene schafft Vertrauen und senkt Hemmschwellen – insbesondere für Kulturschaffende, die noch nicht mit den Förderkriterien vertraut sind. «Für sie und für Institutionen ist es ein grosser Vorteil, Ansprechpartner in der Nähe zu haben.» Gerade, weil die Kantonshauptstadt entfernt liegt, wird die regionale «Homebase» sehr geschätzt.
Auch für die kommenden Jahre hat sich der Verein viel vorgenommen: Eine noch stärkere Bekanntmachung des Kulturportals, der Ausbau der Social-Media-Präsenz und neue Vernetzungsangebote stehen auf der Agenda. Gleichzeitig verfolgt der Vorstand die politische Diskussion um eine Neuordnung der Lotteriefondsgelder des Kantons. Eine fixe Umverteilung könnte die frei verfügbaren Projektmittel für das Kulturschaffen deutlich reduzieren – mit spürbaren Folgen für die projektbezogene Kulturförderung in den Regionen: «Die kulturelle Entwicklung würde stark geschwächt werden», sagt Gisler. Zum zehnjährigen Jubiläum überwiegt dennoch der positive Blick zurück – und nach vorn: «Kultur-Zürichsee-Linth» hat gezeigt, wie aus gemeindeübergreifender Zusammenarbeit eine starke, sichtbare und lebendige Kulturregion entstehen kann. ⋌shs
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