Cathrin Zimmermann
vom Tierheim Nesslau spricht über Tiere als Weihnachtsgeschenke.
Ursula Christener ist die Inhaberin des Fit Inform in Uznach.
Ursula Christener ist die Inhaberin des Fitnesscenters Fit Inform in Uznach. Neben Krafttraining und vielfältigen Gruppenkursen bietet das Studio auch Stoffwechselanalysen sowie BIA-Messungen an, um ein individuell abgestimmtes Training zu gewährleisten. Dank der integrierten Kinderbetreuung können auch Eltern ihr Workout entspannt absolvieren.
Ursula Christener, viele verlieren im Winter die Motivation, Sport zu machen – warum glauben Sie, ist das so?
Die Tage werden kürzer und dunkler. Das kalte Wetter und das fehlende Sonnenlicht wirken sich auf die Stimmung aus, und man fühlt sich oft müde und antriebslos. Ausserdem verlagern sich viele Aktivitäten nach drinnen und man macht es sich lieber auf dem Sofa gemütlich, anstatt ins Fitnessstudio zu gehen. Und manchen fehlt bestimmt auch der Druck. Im Sommer möchte man gut aussehen in Bikini oder Badehose – im Winter ist das weniger wichtig, weil man sowieso oft dicke Pullis anhat. Dazu kommen gutes Essen und Feiertage, was die Routine zusätzlich unterbricht.
Warum ist es trotzdem gerade in den Wintermonaten wichtig, aktiv zu bleiben?
Der Körper bekommt weniger Sonnenlicht und bildet dadurch weniger Vitamin D, was sich negativ auf den Körper auswirken kann. Deshalb ist Bewegung genau dann besonders wichtig. Regelmässiger Sport hilft, das Wohlbefinden zu steigern, das Immunsystem zu stärken und die typische Wintermüdigkeit zu vermeiden. Und natürlich beugt Bewegung einer Gewichtszunahme vor, die durch weniger Aktivität und kalorienreichere Ernährung im Winter entstehen kann.
Und was kann man gegen Motivationslöcher, Winterblues oder Müdigkeit tun?
Ich empfehle immer, feste Trainingszeiten einzuplanen und das Training bewusst in den Alltag zu integrieren. Durch die Struktur fällt es vielen leichter, durchzuziehen – und es lohnt sich: Sport setzt Glückshormone frei und sorgt für mehr Energie. Dann ist man automatisch auch wieder motivierter für das nächste Training.
Worauf sollte man beim Training in der kalten Jahreszeit besonders achten?
Man soll den Körper gut auf das Training vorbereiten. Ein gründliches Aufwärmen schützt vor Zerrungen oder Muskelverletzungen. Wer draussen joggt oder Velo fährt, sollte bei Kälte ruhig etwas langsamer starten und das Tempo erst steigern, wenn der Körper warm ist. Ich empfehle ausserdem funktionelle Kleidung, die warmhält, aber trotzdem atmungsaktiv ist. Und nach dem Training gilt: warm einpacken, genug trinken und dem Körper ausreichend Regeneration gönnen. Jeden Tag in der Kälte zu trainieren, ist für den Körper nicht optimal.
Welche Alternativen empfehlen Sie stattdessen?
Es gibt viele Möglichkeiten, Ausdauertraining auch drinnen zu machen. Klassiker sind natürlich Laufband, Crosstrainer oder Spinning-Räder. Wer lieber etwas mehr Abwechslung möchte, kann auf Gruppenkurse wie Spinning oder Aerobic setzen – da kommt sofort mehr Motivation auf. Schwimmen ist ebenfalls ein tolles Ganzkörpertraining, das Herz und Kreislauf ordentlich fordert. Wichtig ist einfach, dranzubleiben – egal, in welcher Form.
Auch im Fit Inform bieten Sie über den Winter Spinning-Lektionen an. Wie kommen diese bei den Mitgliedern an?
Sie sind sehr beliebt und immer schnell ausgebucht. Viele unserer Mitglieder schätzen es, dass sie ihr Ausdauertraining so auch bei schlechtem Wetter absolvieren können. In der Gruppe, mit Musik und unter Anleitung eines engagierten Trainers macht das einfach mehr Spass. Die Stimmung ist immer super, und man merkt richtig, wie motivierend das gemeinsame Training wirkt, auch wenn es draussen ungemütlich ist.
Gibt es auch Kraftgeräte oder Trainingsbereiche im Studio, die im Winter stärker genutzt werden?
Hauptsächlich wird der Ausdauerbereich intensiver genutzt, da viele ihr Training nach drinnen verlagern. Aber auch die Kraftgeräte sind im Winter stark gefragt. Viele Ausdauersportler nutzen den Winter sogar gezielt, um Kraft aufzubauen, um dann im Frühling wieder richtig loslegen zu können.
Und wenn die Zeit mal nicht fürs Fitnessstudio reicht – wie kann man sich zuhause fit halten?
Dafür braucht es gar nicht viel, mit dem eigenen Körpergewicht lässt sich schon eine Menge machen: Übungen wie Liegestützen, Kniebeugen, Planks oder Ausfallschritte trainieren den ganzen Körper. Mit etwas Zubehör wie Hanteln, Theraband oder einer Matte lässt sich das Training leicht erweitern. Wer keine Hanteln hat, kann auch Alltagsgegenstände wie Wasserflaschen benutzen. Und für Motivation und Inspiration für Workouts gibt es unzählige Youtube-Videos und Apps. Hauptsache, man bleibt in Bewegung.
⋌Shannon Senn
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