Tiziano Gerber
und die Band Band Beat the 18th suchen neue Mitglieder aus dem Linthgebiet.
Vom 20. Dezember 2025 bis 17. Januar 2027 lädt die Erlebniswelt Toggenburg zu einer aussergewöhnlichen Sonderausstellung ein. Unter der Leitung von Toni Hässig verschmelzen zwei der bekanntesten Spielwelten zu einem generationenübergreifenden Erlebnis.
Lichtensteig In der neuen Ausstellung «Mini.Klötzlistadt» – gebaut aus Lego und Playmobil – erwartet die Besucherinnen und Besucherdetailreiche Szenen aus der amerikanischen Geschichte, liebevoll gestaltete Westernstädte sowie zahlreiche weitere Attraktionen. Vom Luzerner Bahnhof über Kuscheltiere bis hin zu Clowns gibt es viel zu entdecken – für Kinder ebenso wie für Erwachsene.
Ursprünglich war die Sonderausstellung ausschliesslich mit Lego geplant. «Wir wollten Erlebnisse für alle Generationen schaffen», erklärt Toni Hässig. Eine frühere Lego-Ausstellung sei bereits sehr gut angekommen. Als jedoch nicht alle geplanten Exponate geliefert werden konnten, reichte das Material nicht aus, um die gesamte Ausstellungshalle zu füllen. Innerhalb kürzester Zeit musste umdisponiert werden. Der Kontakt zu Adrian Giger, einem leidenschaftlichen Play-mobil-Sammler aus der Region, erwies sich dabei als Glücksfall. Seine umfangreiche Privatsammlung, die bislang in seiner Garage lagerte, eröffnete völlig neue Möglichkeiten. «Was als Notlösung begann, hätte sich im Nachhinein nicht besser fügen können», so Hässig. Die Playmobil-Sammlung von Giger beeindruckt vor allem durch ihre Vielfalt und enorme Grösse. «Wir waren überrascht, dass ein privater Sammler so viele Kisten Playmobil besitzt – damit hätte man problemlos unsere ganze Ausstellungshalle füllen können».
Lego und Playmobil verbindet vor allem eines: Beide Spielwelten begeistern Generationen. Während Lego mit seiner komplexen Bauweise vor allem technisches Verständnis und Planung erfordert – beim Aufbau halfen deshalb erfahrene Experten – ist Playmobil spielerischer und für jedermann leicht zugänglich. Diese Unterschiede machen den besonderen Reiz der Ausstellung aus. Der Aufwand für das Projekt war enorm. Besonders herausfordernd war die Integration des Playmobil-Teils, für den nur sechs Wochen Zeit blieben. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer – Vereinsmitglieder ebenso wie externe Unterstützer – packten mit an. «Alle gingen richtig in der Arbeit auf und vergassen dabei die Zeit», erinnert sich Hässig.
Das Publikum soll bewusst generationenübergreifend angesprochen werden. Viele Erwachsene undGrosseltern erinnern sich beim Anblick der Figuren an ihre eigene Kindheit. Auch Helfer und Besucher, die bereits erste Einblicke erhalten haben, kündigten an, nochmals wiederzukommen. Die Erlebniswelt Toggenburg versteht sich dabei nicht nur als Ausstellung, sondern als Ort zum Erleben, Entdecken, Staunen und Verweilen. «Wir bieten Erlebnisse an», betont Hässig. Um die Ausstellung während des gesamten Jahres attraktiv zu halten, sind Events in Planung. Denkbar seien etwa Wettbewerbe für Kinder. Am meisten begeistert Toni Hässig das starke Miteinander: «Das Teamgefühl unter den vielen Freiwilligen war etwas Besonderes.» Auch das Endergebnis habe alle Erwartungen übertroffen. Seine Botschaft an die Besucherinnen und Besucher ist einfach: «Durch die Ausstellung laufen, abschalten, zur Ruhe kommen – und den Alltag für einmal hinter sich lassen.»
⋌shs
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