Marco Fischbacher
beendet seine Profikarriere als Rennskifahrer und konzentriert sich auf sein Studium.
Das Vokalensemble Dilettanti startet unter der Leitung von Christian Klucker in eine neue Ära. Der erfahrene Chorleiter, der sowohl klassische als auch Jugendchöre leitet, formt aus Stimmen ein harmonisches Ganzes – und möchte damit das Publikum berühren. Schon bald wird man die Dilettanti in einem besonderen Programm hören können. Am 23. und 24. Januar 2026, 20 Uhr, lädt der Chor in die katholische Kirche Maria Himmelfahrt Jona zum Konzert «Übergänge» ein. Im Interview verrät Christian Klucker, wie er das Ensemble leitet, welche Herausforderungen sich in der Probenarbeit stellen und welche Emotionen das Publikum vom Konzert mit nach Hause nehmen soll.
Christian Klucker, Sie sind der neue Chorleiter des Vokalensembles Dilettanti. Was war Ihnen beim Einstieg besonders wichtig?
Es geht mir vor allem darum, gemeinsam gute (Chor-)Musik zu machen. Das bedeutet, allen Beteiligten eine angenehme, intensive Zeit der musikalischen Gemeinschaft zu ermöglichen und dadurch dann die Zuhörerinnen und Zuhörer zu berühren.
Was war Ihr erster Eindruck von den Sängerinnen und Sängern?
Die Offenheit und das mir entgegengebrachte Vertrauen haben mich sehr angesprochen. Dies ist eine unabdingbare Basis für das gemeinsame Singen. Nach der schwierigen Zeit des Abschieds von Max Aeberli (dem «Vater» des Vokalensembles Dilettanti) war es für alle nicht einfach, neu zu starten. Da das Singen eine sehr emotionale Sache ist, kann ich die Überwindung, diesen grossen Schritt zu machen, sehr gut nachempfinden. Sicher hilft mir dabei die Erfahrung mit meinem (Jugend-)Vokalensemble incantanti und die starke Verbundenheit mit den Sängerinnen und Sängern (Familienempfinden), die ich sehr gut kenne.
Das kommende Konzert heisst «Übergänge». Bedeutet dies, dass Sie das Ensemble in eine musikalische Neuausrichtung führen?
Nicht zwingend – ich kannte das Ensemble vorher wenig. Mein Ansatz ist, dass ich aus den vorhandenen Möglichkeiten ein Optimum heraushole. Es gab ja auch Wechsel auf der Sängerseite. So ist eigentlich ein «neuer Chor» entstanden. Ich versuche nun diese Gruppe klanglich und menschlich zu einem grossen Ganzen wachsen zu lassen.
Nochmals zu den Übergängen. Ist auch in der Auswahl der Stücke ein gewisser «Brückenschlag» zu erkennen?
Nicht bewusst – die Sängerinnen und Sänger sagen mir, dass sie die neue (zum Teil wirklich ungewohnte) Literatur freut. Ich habe diese nicht ausgesucht, um anders zu sein, sondern habe Werke gewählt, die mich angesprochen haben, als ich an den Chor und an positive fordernde Aspekte gedacht habe.
Wo liegen die grössten Herausforderungen in der Probenarbeit?
Ein neuer Chorleiter, eine neue (Zeichen)Sprache, sich total zu vertrauen, um sich der Musik hinzugeben … und dazu neue einzuübende Bewegung (Choreo wäre ein etwas grosses Wort in diesem Zusammenhang). Dies ist für alle Beteiligten herausfordernd. On top: Mein Wunsch ist es, so viele Stücke wie möglich auswendig vorzutragen. (schmunzelnd) Auch das wird sicher da und dort eine Challenge.
Welche Erfahrungen aus Ihrer bisherigen Chorarbeit lassen Sie in die Leitung des Vokalensembles Dilettanti einfliessen?
Jede! Ich versuche, mich stetig weiterzuentwickeln, um mich noch besser in den Dienst des Chors und der Musik stellen zu können. «Es gibt keine schlechten Chöre, nur schlechte Chorleiter» – insofern hoffe ich, dass wir schlussendlich einen guten Chor vor uns haben.
Wenn Sie einen Satz wählen müssten, den Ihr Publikum nach dem Konzert mitnimmt – welcher wäre das?
«Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich habe genossen» – diese Rückmeldung habe ich mal nach einem Konzert bekommen – besser kann man es wohl nicht ausdrücken. Gabi Corvi
Das Konzert«Übergänge» mit dem Vokalensemble Dilettanti, am 23. und 24. Januar, jeweils um 20 Uhr, in der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt Jona. Vorverkauf ab sofort online unter: www.dilettanti.ch.
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