Tiziano Gerber
und die Band Band Beat the 18th suchen neue Mitglieder aus dem Linthgebiet.
Schlussszene aus einem Weihnachtsspiel in Krinau.
Bereits zum siebten Mal findet in Krinau das Weihnachtsspiel mit Schülern der Dorfschule statt. Diesmal hat sich die Leiterin Anna-Barbara Wickli an einen englischen Klassiker gewagt.
Krinau «D Welt isch gross und s‘ Läbe schwer, und s‘ isch chalt i dim Dihei», beginnen die Kinder das Schlusslied. Denn so ist es kurz vor Weihnachten im Stück «Die Weihnachtserzählung» von Charles Dickens. Sein Held ist der Geizhals und Menschenhasser Ebenezer Scrooge, und sein Leben ist beschwerlich. Im Laufe der Geschichte, die von 19 Kindern vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse gespielt wird, verändert er sich hin zu einem mitfühlenden Menschen. Bereits zum siebten Mal erarbeitet die in Theaterpädagogik ausgebildete Lehrerin Anna-Barbara Wickli mit Kindern aus dem Krinauer Schulhaus ein Weihnachtsspiel. Diesmal hat sie sich an den englischen Klassiker aus dem 19. Jahrhundert gewagt, der auch als populäre Filmfassung bekannt ist. Den Text für das Weihnachtsspiel hat sie selbst geschrieben, die vier Lieder stammen von einer ehemaligen Mitspielerin. «Die Veränderung von Scrooge ist sehr gut in der ersten und letzten Szene sichtbar», sagt Anna-Barbara Wickli. Beide Male ist er inmitten von Menschen: Beim Eingang mürrisch und isoliert, am Schluss mit frohem Gesicht und einer von ihnen. So dass es im Schlusslied auch heisst: «Denn Wienachte isch e schöni Ziit, wo vill Freud üs gitt.» Aber warum verändert sich Scrooge? In nächtlichen Szenen begegnet ihm seine Ver-gangenheit, Gegenwart und Zukunft in Form von Geistern. Er sieht, wie sein durch Geiz erworbener Reichtum zu keinem Glück führt. An seine Beerdigung, die ihm gezeigt wird, kommen die Leute nur wegen des Leichenmahls. Wer nicht lieben kann, wird auch nicht geliebt, so schildert es Dickens. Das Weihnachtsspiel der Krinauer Kinder wird am Sonntag, 21. Dezember, um 16.30 Uhr, in der Kirche, aufgeführt. ⋌pd
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