Raphael Gygax
ist der OK-Präsident des "The Little Big Festival" in Lichtensteig.
Mit Schrecken haben wir als Stockwerkeigentümerschaft der Ottilienstrasse 24 von der öffentlichen Auflage der flankierenden Massnahmen an der Ottilienstrasse Kenntnis genommen. Schon wieder! Dabei hat das Stimmvolk von Bütschwil-Ganterschwil diese flankierenden Massnahmen im Jahr 2023 mit 69 % Nein-Stimmen klar verworfen. Trotzdem liegt nun erneut praktisch dasselbe Projekt öffentlich auf. Insbesondere beim geplanten Trottoir wurde nichts verändert.
Durch die Enteignungen für dieses Trottoir verlieren wir, wie viele andere Grundeigentümer auch, wertvolle Grundstücks-, Garten- und Parkplatzflächen. Dabei ist das zusätzliche Trottoir gar nicht notwendig, da auf der gegenüberliegenden Strassenseite bereits eines vorhanden ist. Zudem führt der Ausbau und der Vortritt auf der sowieso schon mit Gefälle ausgestatteten Ottilienstrasse dazu, dass Autos, Lastwagen und Motorräder ungehindert und ohne Anlass zum Abbremsen durchfahren. Gerade dies ist problematisch, denn die Ottilienstrasse liegt zwischen Kindergarten und Primarschule sowie zwischen Oberstufe und den Sportanlagen Breite. Deshalb müssen zahlreiche Kinder und Jugendliche die Strasse täglich überqueren. Sei es auf dem Schulweg oder auf dem Weg zu ihren Freizeitaktivitäten.
Wir bauten für 200 Millionen Franken eine Umfahrung und leiten jetzt den Verkehr über die Ottilienstrass als Kantonsstrasse wieder ins Dorf hinein. Grösser könnte der Widerspruch kaum sein. Aus diesem Grund gehört die Kantonsstrasse aus dem Dorf auf die Langenrainstrasse verlegt. Die Ottilienstrasse muss umgekehrt zu einer Gemeindestrasse werden, so wie es das Keflam seit Jahren fordert.
Der Volksentscheid von 2023 wird ignoriert. Die Geschichte wiederholt sich: Aus St. Gallen kommen ohne die Bevölkerung miteinzubeziehen neue Pläne und Enteignungen auf den Tisch. Der Gemeinderat stimmt blind zu, statt für seine Bevölkerung einzustehen. Wir als Bevölkerung müssen uns jetzt mit Einsprachen, Leserbriefen und Abstimmungen aufwändig und teuer wehren.
Walter und Erika Keller, Ottilienstrasse 24, Bütschwil
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