Sina Ziegler
aus Kaltbrunn absolvierte ihre erste Langdistanz am Ironman Switzerland in Thun.
Am 27. September stimmen wir über die Zentrumgsgestaltung ab. Das Nein-Komitee warnt vor jahrelangem Stillstand, verlorenen Bundesbeiträgen und abgeschriebenen Planungskosten. Auch wenn diese Punkte etwas ärgerlich sind, dürfen sie keineswegs dazu führen, dass Schmerikon an einem Projekt festhält, das inzwischen deutlich zu teurer und finanziell zu riskant geworden ist.
Bundesbeiträge sind willkommen. Aber auch ein subventioniertes Projekt muss am Schluss trotzdem von der Gemeinde mitgetragen werden. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Beiträge auszulösen, sondern ein Dorfplatzprojekt zu realisieren, das Schmerikon langfristig verkraften kann. Ausserdem können auch für ein abgespecktes Projekt mit grossen Erfolgschancen neue Bundessubventionen beantragt werden.
Auch die bisherigen Planungskosten von rund einer Million Franken sind ärgerlich. Noch teurer wäre es aber, ein überdimensioniertes Projekt weiterzuführen, nur weil bereits Geld investiert wurde. Vieles aus der bisherigen Planung kann in einem schlankeren Projekt weiterverwendet werden: Begrünung, Wasserspiel, Pavillon, Aufenthaltsbereiche und auch wesentliche Teile der Strassenführung. Es geht also nicht darum, bei null anzufangen, sondern das Projekt vernünftig anzupassen.
Das Nein-Komitee spricht von einer Verzögerung von mindestens zehn Jahren. Das überzeugt mich nicht. Wenn Gemeinde und Kanton den politischen Willen haben, sollte eine abgespeckte, bezahlbare Lösung deutlich schneller aufgegleist werden können. Allein der Bau der umstrittenen Tiefgarage würde sehr lange dauern und das Dorfzentrum während dieser Zeit stark belasten.
Auch die Aussage, das heutige Projekt koste nur rund drei Steuerprozente, beruhigt mich nicht. Schmerikon steht vor weiteren grossen Aufgaben: Anschluss Allmeindstrasse, Schulraum, Infrastruktur und Hallenbad. Jede zusätzliche Grossinvestition erhöht den Druck auf Schulden und Steuern. Genau deshalb braucht es jetzt Augenmass.
Ich bin nicht gegen einen schönen Dorfplatz. Im Gegenteil. Ich möchte ein attraktives Zentrum, das zum Dorf passt, dem Gewerbe hilft und die Gemeinde finanziell nicht überfordert. Darum stimme ich am 27. September Ja zur Initiative «Zentrumsgestaltung – Ortsdurchfahrt – Tiefgarage».
Horst Lüchinger, Schmerikon
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