Celina Wasser
aus Benken möchte unbedingt zurück ins Swiss-Ski-Kader.
Der Dorfplatz, wie er heute dasteht, ist kein Paradebeispiel guter Gestaltung. Er hat eine Aufwertung verdient, und dafür Geld einzusetzen, halte ich ausdrücklich für sinnvoll. Wer Ja zur Initiative stimmt, ist also nicht gegen ein attraktives Zentrum. Im Gegenteil. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die Verknüpfung dieser Aufwertung mit einer Tiefgarage. Eine Tiefgarage stellt nicht automatisch mehr Parkplätze zur Verfügung und nach meinem Verständnis sind heute ausreichend Plätze vorhanden. Ich wohne selbst in Seenähe und erinnere mich gut an die Bauzeit: Wegen des Grundwassers hatten wir deutliche Probleme. Beim Zentrum ist der Seeanstoss noch unmittelbarer. Für mich liegt auf der Hand, dass die baulichen Risiken dort eher grösser sind. Dazu kommen Zusatzkosten, die heute vermutlich nur bedingt seriös beziffert werden können. Genau solche Überraschungen kann sich unsere Gemeinde in der aktuellen Lage aus meiner Sicht nicht leisten. 2020 betrug die Nettoschuld rund 990 Franken pro Einwohner, 2024 bereits rund 2270 Franken; gleichzeitig ist das Eigenkapital pro Kopf gesunken. Dazu kommen die gestiegenen Baukosten. Beschlossen wurde das Projekt unter ganz anderen Vorzeichen. Ich bin nicht der Meinung, dass unsere Gemeinde heute in der Lage ist, ein Vorhaben dieser Grössenordnung zu stemmen. Aufwertung heisst nicht zwingend Millionenprojekt. Es gibt bestimmt mehrere Möglichkeiten, den Dorfplatz ohne den Bau einer Tiefgarage aufzuwerten. Und ich vermute, dass für die meisten der Dorfplatz selbst wichtiger ist als die Tiefgarage. Warum also sucht man nicht einen gemeinsamen Nenner? Für das Zustandekommen der Initiative hätten 240 gültige Unterschriften genügt, zusammengekommen sind 646. Deutlicher kann man kaum zeigen, dass in Schmerikon breit der Wunsch besteht, über dieses Projekt ein zweites Mal zu befinden. 2021 kam nur das Gesamtpaket vors Volk: Wer den Dorfplatz wollte, musste die Tiefgarage mitkaufen. Diese Kombination war nicht ideal gewählt. Und dass inzwischen Kosten entstanden sind, ist für mich kein Grund, daran festzuhalten. Wie im Geschäftsleben darf man frühere Entscheide aktiv hinterfragen: Passen sie noch in die heutigen Rahmenbedingungen? Nur weiterzumachen, weil man schon angefangen hat, halte ich nicht für den richtigen Weg. Ein schöner Dorfplatz ja, eine Tiefgarage nein. Deshalb stimme ich am 27. September Ja zur Initiative Zentrumsgestaltung.
Christian Züger, Schmerikon
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