Sina Ziegler
aus Kaltbrunn absolvierte ihre erste Langdistanz am Ironman Switzerland in Thun.
Mit grosser Enttäuschung habe ich die Berichterstattung der St.Galler Regierung über Verkehrsentlastungsmassnahmen im Dorf Ricken gelesen. Einmal mehr frage ich mich, wie effizient unsere Regierung mit ihren Amtsstellen unterwegs ist. Für Antworten lässt sich die Regierung erheblich Zeit, sodass echte Zweifel über ein ernsthaftes Angehen des Rickner Verkehrsproblems bestehen. Am 26. Februar 2025 fand gemäss Medienmitteilung vom 5. März im Toggenburger Tagblatt ein Ideenaustausch unter Interessenvertreter, Politiker und Parteienvertreter statt. Dabei wurden verschieden Varianten einer Ortsumfahrung vorgeschlagen. Obwohl an diesem Treffen durch die anwesenden Kantonsvertreter eine Prüfung der eingebrachten Vorschläge bis im Spätsommer in Aussicht gestellt wurde, kam die neuliche Medienmitteilung satte neun Monate später! Offensichtlich wurden die eingebrachten Variantenideen für eine Dorfumfahrung einfach ignoriert und dadurch der runde Tisch vom 26. Februar 2025 zur Alibiübung abgestempelt. Sämtliche Beruhigungsmassnahmen bei der Dorfdurchfahrt reduzieren die Anzahl Fahrzeuge um kein einziges Fahrzeug. Einzelne, von den Kantonsvertretern als vermeintliche Verbesserungen vorgeschlagene Massnahmen, sind gar nicht durchführbar. Durch die einzig richtige Lösung, wie sie für St.Gallenkappel offenbar befürwortet wird, werden die Verkehrszahlen im Dorf Ricken weiter ansteigen. Die vage Aussage der Kantonsvertreter, dass allenfalls später nochmals über eine Dorfumfahrung im Dorf Ricken diskutiert werden kann, ist doch pure Augenwischerei. Genauso wie berechtigte Ideen und Anliegen am erwähnten runden Tisch einfach ignoriert wurden, werden einfach 40 Millionen Steuergelder in den Sand gesetzt. Leider bekomme ich den Verdacht nicht los, dass es zuerst Verkehrstote geben muss, was bei den zahlreichen Unfällen irgendwann passieren muss, bis die strategischen Planer erwachen. Aber abgeleitet von den Begründungen für St.Gallenkappel und gegen den Ricken, stelle ich fest, dass wir Rickner in den Augen der Kantonsverteter weniger wertvoll sind.
Urs Wolfensberger, Ricken
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