Raphael Gygax
ist der OK-Präsident des "The Little Big Festival" in Lichtensteig.
Christoph Blocher
Genau eine Woche nach der Abstimmung über die 10-Millionen-Schweiz lesen wir fette Schlagzeilen. «Stau-Rekord auf Schweizer Strassen», titelte der «Sonntagsblick». Die hiesigen Staustunden seien innert eines Jahres um 22 Prozent auf fast 70'000 gewachsen. Als zentralen Grund nennt das Bundesamt für Strassen (Astra) die «deutliche Zunahme» des «Verkehrswachstums».
Seltsam ist, dass der «Sonntagsblick» die ihm angeblich «exklusiv» vorliegenden Zahlen – eine Folge der Massenzuwanderung – erst eine Woche nach der Abstimmung veröffentlichte. Nicht weniger seltsam ist, dass der «Sonntagsblick» diese Zahlen nicht früher veröffentlichen konnte, denn das Bundesamt für Strassen hielt diese Zahlen bis nach der Abstimmung über die 10-Millionen-Schweiz geheim.
Gleichentags verkündete die «NZZ am Sonntag» – auch erst eine Woche nach der Abstimmung: «Hohe Betrugsquote bei der Arbeitsmigration». Die Behörden enttarnten unter den EU-Zuwanderern «massenhaft Scheinselbständige» und «Identitätsschwindel». Der Betrug der Migranten reiche von Scheinfirmen über fingierte Arbeitsverträge bis hin zu gefälschten EU-Pässen. Bei fast jeder zehnten Person erwies sich die eigene Firma als blosse Fassade. Ist es nicht seltsam, dass die «NZZ am Sonntag» diese interessanten Erkenntnisse erst eine Woche nach der Abstimmung bekanntgab? Und ist es nicht seltsam, dass die angeblichen Gegenmassnahmen des Staatssekretariats für Migration erst jetzt ans Licht kommen? Und ist es zum Dritten nicht seltsam, dass ganz sicher nicht Exponenten der Nachhaltigkeitsinitiative, die mit ihrer Lösung am 14. Juni unterlegen sind, zu Wort kommen? Möglicherweise nicht zuletzt, weil die Medien und die Bundesämter ihre Erkenntnisse unter dem Deckel hielten, wurde die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» verworfen.
E gfreuti Wuche
Christoph Blocher
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